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'New Ecstatic Island' Romain Berninis neue Arbeiten in der Suzanne Tarasieve Galerie im Pariser Marais - eine gemalte Hommage an den Papagei

Die Pariser Galerie Suzanne Tarasieve ist immer für Überraschungen gut. Mit ihren oftmals provokanten Themen und Inszenierungen sorgt sie für Leben in der Kunstszene. Aktuell präsentiert sie eine eher klassische und dennoch spannende Ausstellung in ihrer Galerie in Paris : Romain Bernini - New Ecstatic Island (10 Sept. - 08 Oct. 2016). Der Künstler versucht mit einen großformatigen Arbeiten die menschliche Existenz zu erforschen und zu demaskieren. Seine neue Serie zeigt exotische Vögel in einer psychedelischen Farbigkeit und er rückt die Welt der Tiere ins Zentrum seines malerischen Schaffens.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Alain Berland, den wir hier zitieren möchten : "Primitive masks, lush exotic plants, mountainous crepuscular landscapes, intriguing postures, face with a missing eye, collapsed dolmen: everything in Romain Berninis paintings seems to come from another place. Not from a distant one, but from one always slightly familiar and always foreign, that is at once already tangible like the masks worn by models in everyday clothes, the exotic plants which resemble those in your florist shop window or even the bizarre movements of dancers which are in fact the daily exercises of the profession.

New Ecstatic Island, Romain Berninis new show at the gallery Susanne Tarasieve partakes of the same intention. One brought up by a painter who, like a static traveller, in the solitude of his studio fantasises about exoticism and questions the concept of otherness in a world where cultural diversity is the product of multiple interactions.... To further his reflection on the subject, Romain Bernini is revisiting in several paintings, the figure of the exotic bird by excellence: the parrot. Besides its variety, with over 300 species, this bird,  thanks to its larynx and its flexible tongue, is able to imitate the human voice, a feast that even the great apes, our “evolutionary cousins” are unable to achieve. With its extraordinary juxtapositions of shimmering colours, the peculiar bird takes centre stage of the picture..."

ARTE hat den Künstler in seinem Atelier besucht.

New Ecstatic Island, 10. September - 08. Oktober 2016, Paris
SUZANNE TARASIEVE LE MARAIS
7, RUE PASTOURELLE, F-75003 PARIS
21.09.2016 // show complete article

Konfrontation von Moderne und Antike : Imperium Romanum. Opus Extractum II - Alfred Seiland dokumentiert die Auswirkungen der römischen Kultur, Architektur und Kunst im 21. JH. Als Fotobuch bei Hartmann Books

2006 begann der österreichische Fotograf Alfred Seiland die Arbeit an „Imperium Romanum“. Was als interessante Auftragsarbeit für das New York Times Magazine seinen Anfang nahm - er sollte damals die Filmarbeiten an der HBO Serie „Rome“ in Cinecittà begleiten - wurde zu einer  fotodokumentarischen Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften und Auswirkungen der römischen Kultur, Architektur und Kunst im 21. Jahrhundert.

"Unter Anleitung erstklassiger Wissenschaftler wurde buchstäblich jedes Stück Requisite historisch möglichst getreu nachgefertigt. So kamen Seiden aus Indien, Messingarbeiten aus Marokko. Schließlich nahmen diese Artefakte zwei Drittel von Cinecittà ein, und zwar in atemberaubender Qualität: Man musste gegen die Kulissen klopfen, um echten Marmor vom Imitat zu unterscheiden. Sie können sich vorstellen, dass meine Entscheidung schnell feststand, ausschließlich diese sensationellen Kulissen zu fotografieren," so der Fotograf im Interview mit Journalist Andreas Langen über den Beginn des Projekts.

Mithilfe seiner perfekten, teilweise ironischen Bild- und Farbkomposition fixiert Alfred Seiland seitdem römische Gebäude, Landschaften und Kunstobjekte im Spiegel der Jetztzeit und nützt sie als Ausgangspunkte für seine tiefgreifende visuelle Dokumentation und Interpretation der römischen Kultur.

Das Buch stellt 58 Orte in 21 Ländern vor, die Alfred Seiland im Zuge seiner Recherchen und auf den Reisen der vergangenen zehn Jahre, auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Reiches und darüber hinaus, besucht hat. Die Bilder werden von längeren Texten begleitet, die sichtbare, unsichtbare, historische und zeitgenössische Bezüge erläutern. Der britische Historiker Philip Parker, nimmt den Leser in seinem Essay mit auf eine Zeitreise durch das römische Reich.

„Imperium Romanum“ ist ein grosses fotodokumentarisches Projekt - konzeptuell, zeitlich und räumlich - das die Wurzeln und Zusammenhänge der Europäischen und Mediterranen Kulturen untersucht und das vor dem Hintergrund der aktuellen, politischen Entwicklungen gesehen und interpretiert werden kann.

Ausstellung: Rencontres d’Arles 2016 Grand Arles Express Villa Mediterranée, Marseille 24.6. - 18.9. 2016 (Weitere Ausstellungen in Vorbereitung)

Alfred Seiland - Imperium Romanum Opus Extractum II
144 Seiten mit 58 Farbabbildungen 29 x 24 cm Essay von Philip Parker Bildtexte von Michaela Hüttner, Michael Mackensen, Friederike Naumann-Steckner, Meghan Poplacean, Thomas M. Weber-Karyotakis Gestaltung Stapelberg&Fritz, Stuttgart Englisch/Französisch Hardcover, Pappband mit Schriftprägung Juli 2016 € 35,- ISBN 978-3-96070-002-9, Weitere Infos via hartmannprojects.com
03.09.2016 // show complete article

R.I.P. Billy Name. Wir sagen auf Wiedersehen mit dem Buch 'Factory - Andy Warhol' von Stephen Shore, soeben erschienen im Phaidon Verlag

Einer der wichtigsten Zeitzeugen der Warhol-Ära ist soeben verstorben - der Fotograf Billy Name, der sich rühmen darf Andy Warhols Loft den kompletten Silver-Look verpasst zu haben. Dieses allererste Atelier war unter Insidern auch als die Silver Factory bekannt.

In dem soeben erschienen neuen Warhol-Buch 'Warhol: Factory' von Fotograf Stephen Shore äussert sich Billy Name selber zu dem Geschehen: “Andy and I were hanging around together. I had an apartment on the Lower East Side, where I had haircutting salons. Hundreds of people would come, and I’d be cutting someone’s hair. Andy came. When he first started making films, he made films about what a person was famous for,” Billy, whose real name was William Linich Jr., recalled. “I was famous for giving haircuts, so he said, “Would you let me do a film of you doing haircuts?” [Haircut, 1963] I had covered my entire apartment in silver foil and painted everything silver. Andy said, “Well, I just got a new loft [the Factory]; would you do to it what you’ve done to your apartment?” I said, “Oh, sure, let’s do it.” So, I started doing it. I was a technician— I’d been a light designer for [Manhattan dance theatre] the Judson Church. I also worked for some off-Broadway theater and avant-garde dance companies. I installed all the lighting at the Factory, all the sound systems.”

Als Dank für das Make-over des Lofts gab Warhol Billy Name eine Rolle in der Factory-Familie: “I was into light and sound before, but not photography,” so Billy und führt aus: “Andy had a still camera, but he had gotten the Bolex. He was going to start to do films, and he gave me the Pentax and said, “Here, Billy, you do the still photography; I’m going to start making films.” I became the in-house photographer and was sort of like the foreman. Eventually I moved in.”

Mehr über Billy, Andy und die Factory sowie viele schöne Fotos von Stephen Shore findet man im Buch.
de.phaidon.com///////when-billy-name-turned-warhols-factory-silver
02.09.2016 // show complete article