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'Western and Eastern Light' von Magnum-Fotograf Harry Gruyaert in der New Yorker Michael Hoppen Gallery, zu sehen vom 09 Mai - 27 Juni 2017

‘Western and Eastern Light’ ist die erste Ausstellung des belgischen Fotografen Harry Gruyaert in der New Yorker Michael Hoppen Gallery. Harry Gruyaert ist seines Zeichens Magnum Fotograf und reiste in den letzten 30 Jahren fotografierend durch ganz Europa, Nordafrikam den Mittleren Osten und Amerika - oftmals ganz einfach unterwegs auf der Strasse mit seinem Volkswagen Kombi.

"He was one of the first European photographers to take advantage of the creative potential of colour photography, following in the footsteps of great American colourists such as William Eggleston and Stephen Shore." so die Michael Hoppen Gallery über Harry Gruyaert und führt aus : "Heavily influenced by the emergence of the Pop Art Movement in New York, Gruyaert has been a pioneer in the use of colour as a means of expression in photography. His filmic, jewel hued scenes have become something of a trademark, at times suspended in a flurry of movement, and at others thick with suspense. His dense compositions weave together a fabric of elements; texture, light, colour and architecture to create tableaux."

Die Ausstellung zeigt Euch einen Überblick über Harry'sweitgespannten Bilderkosmos, von den Landschaften Marokkos bis zu den Strasen Moskaus "and in doing so highlights the artist’s ability to “photograph the subtle chromatic vibrations of Western and Eastern Light.” zitieren wir sehr gerne aus dem Pressetext.
11.05.2017 // show complete article

GoSee liebt die berührende Ausstellung 'Konrad Rufus Müller : 'Terra Incognita - die Kinder der Charité', zu sehen in der PHOTOBASTEI, Zürich

 Konrad Rufus Müller, am 22. März 1940 in Berlin geboren, ist bekannt als der deutsche Kanzlerfotograf. Alle hat er sie fotografiert und ist selber damit berühmt geworden: Konrad Rufus Müller avancierte zu einem der der renommiertesten deutschen Porträtfotografen. Und auch die Bilder der Arbeit "Terra Incognita - die Kinder der Charité" sind Portraits - allerdings sehr irritierende. Es sind kindliche Wesen, pränatale Menschen, die gemeinhin als missgebildete Föten bezeichnet werden, welche er - wie immer - mit vorhandenem weichen Licht porträtierte. Entstanden ist eine Studie zu einem berührenden Stück Natur. Zu spüren - bei aller Irritation - ist der liebende und mitfühlende Blick des Fotografen, der diesen Wesen Würde verleiht. Vernissage ist am Donnerstag, den 4ten Mai, der Künstler ist zur Vernissage anwesend.

Konrad Rufus Müller zu seiner Arbeit: "Seit ich Anfang der achtziger Jahre im Pariser Musée Duputren das erste Mal mit einer Sammlung missgebildeter Kinder konfrontiert war, ahnte ich, dass ich diesem Thema auf Dauer nicht würde ausweichen können. Der Schriftsteller-Freund Gerhard Roth, der in Wien auf diesem Gebiet ausführliche Studien betrieben hatte, und letztlich ein Artikel in der ZEIT führten zu dieser konkreten Auseinandersetzung in Berlin.

Ich habe diese kindlichen Wesen, die teilweise in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Ausstellung des Medizin-Historischen Museums der Charité zu sehen sind, in einen Raum mit weichem Tageslicht bringen lassen. Der klinische Befund in lateinischer Sprache, die kalte Ausleuchtung und die zu grosse Zahl aneinander gereihter "Objekte" waren einer sehr persönlichen Zwiesprache gewichen. Drei Tage habe ich photographiert. Es waren die letzten des vergangenen Jahrhunderts.

Wenn ich diese Arbeiten beschreibe, dann fallen mir auch Beispiele aus der Bildenden Kunst ein: Bilder und Skulpturen so genannter "primitiver Kunst" aus Ozeanien, Nordamerika und Afrika, die höllischen Malereien eines Hieronymus Bosch, die "Schwarzen Bilder" Francisco de Goyas oder auch das Triptychon "Drei Studien für eine Kreuzigung" von Francis Bacon aus dem Jahr 1962."

About - Konrad Rufus Müller
wird am 22. März 1940 in Berlin Wilmersdorf geboren. Seine Kindheit ist geprägt durch Kriegs und Nachkriegserlebnisse wie die Berlin Blockade 1947/48 und durch jesuitische Lebensphilosophie. Im Jahr 1965 entstehen die mittlerweile berühmten Porträts von Konrad Adenauer, dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Adenauer bleibt Ausgangspunkt für eine bis heute andauernde künstlerische Auseinandersetzung des Fotografen mit den deutschen Kanzlern, mit Mächtigen der Politik, außergewöhnlichen Menschen und starken Persönlichkeiten. Als einziger Fotograf hatte Konrad Rufus Müller alle deutschen Kanzler vor der Kamera – einschließlich der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Darüber hinaus fotografierte er Staatsmänner wie Bruno Kreisky, Anwar el Sadat, Michail Gorbatschow und François Mitterrand sowie Künstler, Entertainer und Schauspieler von Friedrich Dürrenmatt bis Thomas Gottschalk. Aber auch andere Milieus hat Müller in seinen Arbeiten eingefangen – Bauernfamilien in Lech, Handwerker oder Gratian, einen Mann, den die Bewohner eines rumänischen Dorfes in den Karpaten für einen Werwolf halten. Abgerundet wird das Werk Müllers durch Stillleben, Landschaftsporträts und Stadtansichten sowie Reportagen, beispielsweise für die Magazine der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT, für STERN, Profil, L’Express und das Time Magazine.

About - Photobastei 2.0 ist das einzige Haus für Fotografie in Zürich; und als solches ist es sowohl ein Schauort für grosse Fotografieausstellungen mit nationaler und internationaler Bedeutung im 2. Stock sowie ein Laboratorium für die aktive Auseinandersetzung mit dem Medium und seinen beruflichen und künstlerischen Anwendungen im 3. Stock. Diese Zweiteilung als Konzept der Photobastei 2.0 richtet sich bewusst sowohl an eine breite Fotografie-interessierte Öffentlichkeit als auch an eine aktive, berufstätige wie freie Fotografie-Szene. Hier findet letztere eine Heimat, die ihre Interessen wahrt und die ihr konstruktive Angebote unterbreitet. In der Synergie entsteht ein Ort, der mehr ist als nur die Summe dieser zwei Teile. Unabhängig von Zeitgeist und Kunstmarkt fördert und reflektiert die Photobastei das Medium Fotografie, wie sie auch das kulturelle Leben über die Kantonsgrenzen hinaus bereichert.


Konrad Rufus Müller:Terra Incognita - die Kinder der Charité . 5. Mai bis 4. Juni 2017 . 2. Stock jeweils Mi bis Sa, 12 - 21 h, So 12 - 18 h, Sihlquai 125, 8005 Zürich, Eintritt: 12/8 CHF . Vernissage: Donnerstag, 4 Mai, ab 18 Uhr .  photobastei.ch
03.05.2017 // show complete article

GoSee loves ... 'Human Tonic' - der Norweger Hans-Olav Forsang beobachtet die Beziehung zwischen den kleinen alltäglichen Episoden und den großen existenziellen Fragen. Bildband im Kerber Verlag

Im Mai publiziert der Kerber Verlag das Fotoprojekt des norwegischen Fotografen Hans-Olav Forsang, der mit zahlreichen internationalen und nationalen Preisen ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem "World Press Photo Award", der ”Golden Eye Trophy” und dem ”Childrens Award”. Die Bilder seines Projekts 'Human Tonic' fordern den Betrachter heraus. Einige Bilder sind inszeniert, während andere kleine fotografische Notizen tatsächlicher Ereignisse sind. Nachdem Forsang viele Jahre lang Wert auf streng dokumentarische Fotografie gelegt hatte, verspürte er den Wunsch, sich von den Regeln dieses Genres zu befreien. Das Buch präsentiert diese Ergebnisse und unterstreicht die Beziehung zwischen den kleinen alltäglichen Episoden und den großen existenziellen Fragen.

Der Fotograf über sein Projekt Human Tonic : "Some pictures are staged while others are small photographic notes of actual events.  Human Tonic is a collection of images that highlight the relationship between the small everyday episodes and the larger existential questions. The images are not meant to explain anything, but intends to challenge the viewer by arousing emotions, recognition and wonder...  Without loosing the value of the experience from documentary photography, I now have a need to liberate myself from the strict rules the documentary genre uses in its approach. By combining different genres I can more easily express something that is not tied to particular news or events.... In my current work the most important quality is the use of a playful, curious and less restrictive approach combined with the use of classic documentary techniques. The exhibition / book might also include a smaller, separate part with a purely historical documentary material to substantiate this reference and experience..."

Herausgeber Hans-Olav Forsang, Henrik Haugan, Texte von Jonas Forsang, Roger Turesson
11.04.2017 // show complete article