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19.01.2009

 

Alfred-Erhardt-Stiftung : Olaf Otto Becker - northbound – Greenland 2003-2006

northbound – nach Norden. Mit dieser Vorgabe erkundete Olaf Otto Becker auf mehreren Reisen von 2003 bis 2006 die Westküste Grönlands auf einer Gesamtstrecke von fast 4.000 Kilometer. Bewusst angelehnt an fotografische Expeditionen des 19. und 20. Jahrhunderts, hielt er die arktisch geprägten Landschaftsszenerien vor Ort mit einer 8 x 10 inch Großformatkamera fest. In selbst gewählter Einsamkeit gelang es dem Fotografen fast, nur mit einem Schlauchboot bewaffnet den 75. Nördlichen Breitengrad in der Melvillebucht zu erreichen.

Die großformatigen Farbaufnahmen, die bei der Dokumentation des zum Großteil lebensfeindlichen Küstenabschnitts entstanden sind, sind ausnahmslos in der Nacht fotografiert worden. Oftmals enthalten die Bilder zivilisatorische Relikte der Inuits, der Ureinwohner dieser Region, die bereits seit rund tausend Jahren die grönländische Westküste besiedeln. Die Fotografien von Olaf Otto Becker loten das zutiefst fragile Verhältnis von Mensch und Natur im Grenzbereich aus.

Olafs Ausstellung bildet den Auftakt zu einer Erweiterung der Ausstellungsaktivitäten der Stiftung. Ab Januar 2009 wird die Alfred-Ehrhardt-Stiftung die Räumlichkeiten in der Schönhauser Straße ohne die Stiftung Fotografie und Kunstwissenschaft "Ann und Jürgen Wilde" nutzen, die eine Heimstätte für ihre Fotoarchive gefunden hat. Auch in Zukunft werden Ausstellungen mit Werken von Ehrhardt und dessen Zeitgenossen zu sehen sein, darüber hinaus vermehrt zeitgenössische Fotografie und Medienkunst.


Olaf Otto Becker - northbound – Greenland 2003-2006
11. Januar bis 15. März 2009
Öffnungszeiten:
Mi – Fr 14.00 – 18.00 Uhr
Sa 12.00 – 18.00 Uhr
So 12.00 – 16.00 Uhr