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26.10.2010

 

Emma de Sigaldi, ab sofort im Himmel für Bildhauer und Tänzer, eine Hommage an die Künstlerin

Am 23ten Oktober 2010, fast 100jährig,starb die Bildhauerin und Tänzerin Emma de Sigaldi. 1910 kam sie als geborene Lackner in Karlsruhe zur Welt. Sie erhielt als Mädchen eine fundierte klassische Tanzausbildung bei Olga Mertens-Leger, Eugenie Eduardowa und Tatjana Gsovsky.

Anschliessend wurde sie von der legendären Mary Wigman im Ausdruckstanz unterrichtet. Mit nur 15 Jahren wird sie vom Münchner Ballettmeister Heinrich Kröller engagiert. In den 20er und 30er Jahren tritt sie unter anderem als Obertänzerin am Münchner Staatstheater und als Solotänzerin am Badischen Landestheater Karlsruhe und am Theater Königsberg auf. 

Ihr Leben wendet sich entscheidend als sie den monegassischen Grafen de Sigaldi, den sie in Baden-Baden kennenlernte, heiratet und 1954 nach Monaco umzieht. Hier auf GoSee der sehr persönliche Abschied ihrer Enkeltochter Calypso de Sigaldi.

"Ich spreche hier nicht nur von einer sehr talentierten Künstlerin sondern insbesondere von einer Frau die das 20. und die Anfänge des 21. Jahrhunderts mit einer persönlichen künstlerischen Vision durchlebte. Sie ebnete somit neben anderen den Weg für die Frauen, die Gleichheit in der frauenfeindlichen Welt der Skulpturen forderten.

Wenn ich von ihr spreche, so sage ich stets Grossmutter wohlwissend, dass Emma die zweite Ehefrau meines Grossvaters war, die er weit vor meiner Geburt geheiratet hatte. Sie selber würde ihre Werke aus Marmor und Bronze als ihre Kinder bezeichnen, in denen sie weiterlebt.

Emma de Sigaldi, wird ihren hundertsten Geburtstag im Dezember nicht feiern können, denn sie verliess uns am Abend des 23. Oktober 2010.

Stets werde ich mich an ihre Kraft erinnern und an das Vorbild, dass diese Frau für viele war. Und eben mit dieser Kraft bearbeitete sie unaufhörlich sie Marmorblöcke um ihnen ihre Formen aufzuzwingen. 

Ihre Lebensweisheiten beeinflussen mich oft noch heute in meinem Verhalten und meinem Urteilsvermögen.

Die Art und Weise wie sie mir beibrachte die Idee hinter dem Werk zu erfassen. Oder der Wunsch nur sich gefallen zu müssen, den sie stets in sich trug der aber durch ihre erste grosse Liebe, der Tanz, verstärkt wurde.

Sogar im hohen Alter besass sie grosses Interesse an fremden Kulturen. Diese unstillbare Leidenschaft zu Reisen zeigte ihr aber auch, dass das Leben zu kurz ist um alles sehen und kennen lernen zu können.

Sie sagte : “Künstler haben kein Alter! Sie haben auch kein Dahinscheiden…“

Die Werke die sie hinterlässt sind der Beweis dafür. Dank ihr findet die monegassische Kunst ihren Platz nicht nur in Monaco selber wie die Skulptur „Le Plongeur“ sondern auch an anderen Orten wie bspw. in Seoul wo man die „Relayeuses“ bewundern kann.

Sie erlangte schliesslich das Alter wo man ihr offen und gerne Anerkennung und Ehrungen schenkte, was ihr, wie wohl jedem anderen Künstler, sehr gefiel. Die letzte Stadt, in der sie diese Anerkennung genoss war Sankt Petersburg in 2007.

Bewunderer hat sie viele, von Japan bis in die Vereinigten Staaten. Ihre Werke werden nicht nur uns sondern auch die nächsten Generationen ansprechen und bezaubern. Ohne Zweifel war sie eine Visionärin, eine einzigartige Persönlichkeit - mit Überzeugungen zu denen sie stand.

Es wäre unhöflich von mir gewesen ihr eine fade und selbstmitleidige Hommage zu schreiben ohne ihre Kunst zu erwähnen, denn ihr ganzes Sein gleicht Ihrem Werk das jetzt für sie weiter atmet.

Ohne Zweifel, für Künstler gibt es kein Dahinscheiden."


Calypso de Sigaldi
Rédactrice en chef du magazine
businessmanconfidential.com

R.I.P. Emma de Sigaldi

R.I.P. Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

R.I.P. : Emma de Sigaldi

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