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17.06.2009

 

Galerie Hilaneh von Kories, Hamburg : 05 – 09 Review

Ausstellung verpasst? Gibt es nicht, denn die Hamburger Galerie Hilaneh von Kories präsentiert vom 17. Juni bis 6. August 2009 mit der Ausstellung "05 – 09 Review" nochmals einen Einblick in die fotografischen Arbeiten, die sie in den vergangenen vier Jahren gezeigt hat. Im April 2005 eröffnete Hilaneh von Kories ihre geräumige Galerie in einem Gewerbehof in der Hamburger Stresemannstrasse.

"05 – 09 Review" zeigt neben Exponaten von GoSee Member CORINNA HOLTHUSEN Arbeiten von Thomas Bak, Loïc Bréard, Andreas Deffner, Arve Dinda, Herbert Dombrowski, Heike Ollertz, Sheila Rock sowie Schilte & Portielje.

In großformatigen Portraits und Körperbildern setzt Corinna Holthusen ihre komplexen kritischen Reflexionen über die Realität von Menschenbildern und deren Abbilder in der Fotografie fort. Ihr Medium ist die digitale Fotomontage. Sie wandelt fotografische Bilder in digitale Daten um, bearbeitet sie aufwändig am Computer, überlagert oder kombiniert sie mit den Daten anderer Personen und schafft so fiktive, verwirrende neue Abbilder.

Mit „Spiritual Beings – the Way of the Tibetan Monk“ präsentierte die Galerie zum Jahreswechsel die erste Soloausstellung von Sheila Rock. Doch zuvor beschäftigte sich die amerikanische Fotografin intensiv mit der Schönheit und Ausstrahlung von Pferden. Sie baute u.a. ein eigenes Outdoor-Studio, um jedem vierbeinigen Modell so viel Platz und Entfaltungsfreiheit wie möglich zu gewähren. Auf diese Weise gelang es ihr, ihre eigene spirituelle und poetische Beziehung zu dem jeweiligen Pferd einzufangen.

„El Rocío – eine spanische Wallfahrt“ hiess die Ausstellung von Loïc Bréard. Die Romería del Rocío ist eine der ältesten Marienwallfahrten Europa und gleichzeitig auch ein Volksfest. Alljährlich zu Pfingsten pilgern fast eine Million Menschen aus ganz Spanien in das Dörfchen El Rocío südwestlich von Sevilla, um der Heiligen Jungfrau vom Morgentau die Ehre zu erweisen. Der Fotograf hat 2006 eine der Bruderschaften auf der rund siebzig Kilometer langen Reise von Sevilla nach El Rocío mit seiner Leica begleitet und geriet schnell in den Bann der Wallfahrt mit ihrer eigenwilligen Mischung aus archaischem Brauchtum und modernem Leben.

Im Auftrag der Zeitschrift mare erkundete Heike Ollertz 2004 drei Monate lang die Küste Irlands unter teilweise extremen Bedingungen, häufig vom Hubschrauber aus. Motive aus der atemberaubenden Arbeit „Where Time Stands Still“ sind ebenfalls Teil der Gruppenausstellung.

Mit dem Ausstellungstitel „Das Photographische Capriccio“ bezieht sich Thomas Bak auf die Kunstform des Capriccio, die sich vom 16. bis ins späte 18. Jahrhundert als Kampf um künstlerische Freiheit entwickelte und in der Kunsttheorie als vielschichtiger Wegbereiter der Moderne gilt.

Unter dem Titel „Licht über Altona“ präsentierte die Galerie Herbert Dombrowskis Schwarz-Weiß-Bilder des alten Hamburger Arbeiterstadtteils Altona und seiner Bewohner in der Nachkriegszeit.

Zu sehen sind auch Andreas Deffners Portraitstudien von Menschen in Indien, die von Albinismus betroffen sind sowie Opern-Inszenierungen von Arve Dinda, dessen Fotos vom Ensemble der Hamburger „Freischütz“-Inszenierung in seinen leuchtenden Kostümen malerische Formationen auf dem Bühnenboden erzeugen. Auch aus der zuletzt gezeigten und für viel Aufmerksamkeit sorgenden Ausstellung „Rolmodellen“ von Schilte & Portielje sind einige Werke zu sehen.


Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstr. 384a
22761 Hamburg
www.galeriehilanehvonkories.de