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04.11.2009

 

GoSee Tipp: Mythos, Inzest und die Titelproblematik - die Künstlerin Cornelia Renz im Gespräch und Ausstellung in der Galerie Anita Beckers, Frankfurt

Die Frankfurter Galerie zeigt ab dem 24. November einen Querschnitt aus dem Werk unserer Lieblings-Hinterglasmalerin Cornelia Renz, die Bildwelten mit subtilem Humor im großen Format mit Acryl auf Glas entstehen läßt. Bereits vor einiger Zeit gab sie uns in einem Interview einige spannende Details preis, die wir an dieser Stelle gerne teilen.

Ganz besonders freut uns, dass die Künstlerin – angetan vom Thema der BOOKLET Ausgabe – den Opener für uns gestaltet hat, ihre persönliche Interpretation des Themas „Malice in Wonderland“, die heute bei einem glücklichen Sammler in Japan hängt.

Die Malerin studierte von 1993 bis 1998 an der Kunsthochschule Leipzig und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Förderpreis Bildende Kunst der Schering Stiftung oder den Marion Ermer Preis. Seit 2001 sind ihre großformatigen Arbeiten, die sie mittels Acryl auf Glas aufträgt, in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen bundesweit, in Tel Aviv und in China zu sehen.

Wie kamst du zur Hinterglasmalerei?
Ich habe klassische Malerei in Leipzig studiert, und während meines Studiums war Öl auf Leinwand das Medium, mit dem ich gearbeitet hatte. Ich habe sehr farbintensiv und heftig gemalt und gemerkt, dass ich eine andere Perfektion und Spitzfindigkeit haben wollte. Aus der Radierung habe ich mir den „Strich“ geliehen und dann nach einer Technik gesucht, mit der ich meine feinlinigen Arbeiten in Farbe umsetzen kann. Als ich einen „Kunst am Bau“-Auftrag hatte, gelangte ich aus Zufall zu Acrylglas und war begeistert: Der Strich steht nur auf Acrylglas wunderbar, und so habe ich mit der Hinterglasmalerei angefangen. Das Schöne ist, dass man den Strich auf der Vorderseite nicht wegkratzen kann. So ist meine Technik entstanden, mit der ich seit 2003 arbeite.

Das heißt, dass deine Bilder im Grunde genommen spiegelverkehrt sind?
Es gibt einen ganz kleinen Trick dabei. Die Acrylplatten werden mit einer Folie geliefert. Ich übertrage meine Skizzen im Original auf diese Folie und kann dann das Ganze seitenverkehrt übertragen, denn spiegelverkehrt Malen könnte ich nicht.

Und wie bringst du deine Skizzen auf diese Größen – mit einem Projektor?
Es ist schon so, dass ich zum Teil die Musterteile an meinen Zeichnungen tatsächlich durchpause, aber die klein vorgezeichneten, oft sehr großen Figuren freihändig aufs Acryl male. Das ist mir ganz wichtig, weil nur so bestimmte zeichnerische Verkürzungen und Verknappungen entstehen, die ich schon brauche, da ich keinen reinen Fotorealismus darstellen möchte.

Warum Malerei als Medium und nicht Fotografie zum Beispiel?
Meine erste Leidenschaft war die Malerei, das figürliche Malen. Ich war regelrecht besessen vom Aktzeichnen, den nackten Körper abzubilden – nicht mit Fotografie, sondern mit dem Zeichnen. Ich muss mich auch länger mit einer Arbeit auseinandersetzen, deshalb wäre Fotografie nie für mich in Frage gekommen. Meine großen Arbeiten brauchen bis zu fünf oder sechs Wochen, was sehr anstrengend sein kann. Da ich keine Industriestifte habe, sondern mein Werkzeug selbst herstelle, muss ich die Stifte ganz senkrecht halten und die ganze Zeit auf meinen Knien hocken und die feinen Striche malen.

Hast du schon einmal mitgezählt, aus wie vielen Strichen eine Arbeit besteht?
(Lacht) Oh nein, bis jetzt noch nicht. Das sollte ich auch niemals tun. Es wäre ja schrecklich, wenn ich wüsste: „Okay, jetzt nur noch 99.000 Striche bis zum fertigen Bild.“

Wann entscheidest du, wie groß die Figuren auf dem Acryl erscheinen sollen – oder spielt da auch Zufall eine Rolle?
(Lacht) Nein, nein, das ist schon relativ klar. Zufall ist schon wichtig, den würde ich nie ausgrenzen. Allerdings kann ich mit meiner Technik so gut wie nichts mehr retuschieren. Deshalb muss vor Beginn der Aufbau festgelegt sein. Ich fange grundsätzlich mit kleinen Skizzen an und habe bestimmte Bildideen im Kopf, ob es beispielsweise eine Arbeit mit vielen Figuren oder eine mit einer sehr großen Fläche wird. Wenn alle Skizzen und Figuren gezeichnet sind, die Größe und Farben klar sind, dann bestelle ich erst meine Acrylglasplatten.

Bist du bei deiner Farbgebung durch eine vorgegebene Farbpalette festgelegt?
Nein, ich setze Farben sehr bewusst ein und kann mir meine Farben selber mischen. Ich habe hochreine Pigmenttuschen, die von einem Hersteller geliefert werden, der vorrangig für Restauratoren arbeitet. Da ich viele menschliche Figuren male, verwende ich sehr viel Rot. Dadurch, dass es sehr fein schraffiert ist, wirkt es wie Rosa. Alle kräftigen Kitschfarben wie Mintgrün oder Hellblau sind wichtiger Bestandteil meines Werkes und lassen die Protagonisten oft kitschig und überzuckert aussehen.

Und Schwarz als extremer Kontrast?
Genau, wobei ich Schwarz vor allem in meinen letzten Arbeiten eingesetzt habe. Die Farbigkeit ist meistens eine thematische Entscheidung. Wenn sich beispielsweise eine Kurzgeschichte in meinem Kopf in eher dunklen Farben abspielt, wird die nächste Ausstellung sehr schwarzhaltig.

Also verarbeitest du Kurzgeschichten in deinen Zeichnungen?
Das ist komplizierter, es ist nie nur eine Geschichte. Als Literaturfreak lasse ich mich vor allem literarisch sehr stark beeinflussen. Mir sind aber auch Bilder sehr wichtig, die ich beim Durchblättern alter Bücher sammle. Neben pseudowissenschaftlichen Illustrationen beeinflussen mich auch Werbung und Filme.

Greifst du auch auf klassische Vorbilder zurück?
Meine letzte Arbeit ist sehr stark inspiriert von Bronzino, einem Maler der italienischen Spätrenaissance. Er hat ein Bild gemalt, bei dem selbst der Titel nie ganz klar war, und das daher viele Bezeichnungen erhielt: „Allegorie der Liebe“ oder „Venus küsst Amor“, „Venus, Cupido, Wahnsinn und Zeit“. Es ist eine Szene, in der Venus Cupido küsst, der jedoch der Sohn von Amor und Venus ist. Lässt man den kunsthistorischen Kontext weg, ist man Zeuge einer reinen Inzesthandlung zwischen Mutter und Sohn. Faszinierend fand ich, dass man diese Handlung erst beim dritten Hinsehen wahrnimmt.

Inzest und Machtspiele – genau dein Thema?
Darum dreht sich bei mir alles – Mädchen und Pubertät, Identität, Rollenspiele, unterschwellige Gewalt und Machtspiele. Nur derjenige, der in der stärkeren Position ist, kann Macht ausüben. Bei meiner letzten Ausstellung waren es Frauen, die Männer angeschaut haben und sexuelle Übergriffe initiierten – was normalerweise umgekehrt geschieht. Die Idee wurde ausgelöst von Bronzino sowie einer ganzen Reihe weiterer Renaissance-Bilder, in denen die Liebesgöttin Venus bekleidet ist und Mars nackt und schlafend vor ihr liegend dargestellt ist. Das dreht die klassischen Darstellungen um, da normalerweise die Frau in der passiven Haltung ist.

Dein emanzipatorischer Beitrag?
Für mich sind in unserer westlichen Welt Geschlechterrollen die einzige Möglichkeit, noch zu merken, wie solche Definitionen funktionieren. Als Frau werde ich eher beschrieben, als dass ich beschreibe.

Ein Vergleich, den man aus der westlichen Welt sicher noch erweitern kann.
Natürlich kann man weiter gehen und beispielsweise Europäer und Afrikaner gegenüberstellen. Hier sind es die Europäer, die den schwarzen Kontinent beschreiben. Von der Grundhaltung her ist es eigentlich austauschbar.

Das Geschlechterverhältnis als Ausgangspunkt ist sehr interessant.
Dieses Verhältnis ist mein direkter und erster Zugang zu diesen Machtstrukturen, wer wen beschreibt und was sich aus diesen Definitionen ergibt. Merken wir überhaupt, inwieweit wir vordefiniert sind? Das Rollenverhalten beginnt sehr früh, und das ist auch der Grund, warum meine Figuren ganz oft in der Pubertät angesiedelt sind.

Und wie siehst du das Verhältnis zwischen deinen Arbeiten und den Betrachtern?
Das sind eigentlich die Momente in der Kunst, die mir am besten gefallen: Wenn ein Kunstwerk mehr Fragen aufwirft als Antworten bietet. Eine ungefähre Ahnung, in welche Richtung meine Bilder gehen, bekommen die meisten Betrachter sofort. Der Idealfall ist, wenn der Betrachter sicht nicht hundertprozentig sicher sein kann, ob das, was er annimmt, auch tatsächlich das Bildthema ist. Der Betrachter muss schon mit ins Spiel kommen – aber ich möchte ihn nicht im Unklaren lassen, sondern ermuntern, Dinge mindestens von zwei Seiten zu sehen.

Also möchtest du schon mit deinen Arbeiten provozieren?
Zum Teil ja, aber Provokation eher als Element wie bei den fantastischen Malern Bosch oder Bruegel und natürlich Goyas Radierungen, die für mich sehr wichtig sind. Das sind Leute, die bestimmte Problemstellungen aufgreifen und überzeichnen, deren Werke aber de facto immer auch eine Moral enthalten. Weniger im Sinne von „Tu dies und das nicht“, sondern dass man sich als Mensch darüber im Klaren sein soll, was bestimmte Verhaltensweisen bewirken. Es impliziert auch das Erkenntnisproblem: Es ergibt Sinn, sich Fragen zu stellen und zu überlegen, inwieweit sie sich aufs eigene Leben auswirken. Wenn ich provoziere, dann also nur, um bestimmte Dinge zu hinterfragen.

Wonach und vor allem wann benennst du deine Bilder? Gerade hast du ein Gemälde von Bronzino angesprochen, das nicht einen, sondern gleich mehrere Titel trägt. Ist es nicht schwierig, sich auf einen Namen festzulegen, und legt man sich mit einem Titel nicht zu sehr fest? Was drücken deine Titel wie „Heaven“ aus – oder sind auch sie Teil der Arbeit?
Genau das ist auch mein Problem! Oft hilft mir mein Freund bei der Benennung, und ich bin auch nicht immer glücklich mit meinen Titeln. Manchmal erzählt man vielleicht zu viel oder versteift sich zu sehr auf ein Thema. Normalerweise habe ich vor einer Ausstellung eine Ahnung der groben Thematik. Beim Thema „Paradies“ beispielsweise geht es sicher um die Hinterfragung des Unschuldsbegriffs, ohne dass ich hierzu einen hundertprozentig festgelegten Titel habe. Aber ich kenne genau diese Titelproblematik, nur den Namen der Ausstellung, den weiß ich immer.

Wie kamst du dann auf den Ausstellungstitel „Sub Rosa“?
Er hat seinen Ursprung in der Mythologie. Wieder einmal war Cupido der Auslöser. Er brachte dem Gott der Verschwiegenheit Rosen, als Zeichen, dass dieser über das Fremdgehen seiner Mutter Venus schweigen solle. Gleichzeitig bedeutet „Sub Rosa“ (lat.: „unter einer Rose verborgen“) aber auch, dass etwas vor anderen geheim gehalten werden soll. Hier betreten wir wieder den Bereich des Inzests. Der Titel der Ausstellung war also gefunden, und die erste Arbeit habe ich einfach danach benannt. Das war aber eine der wenigen Arbeiten, bei denen mir das Titelgeben leicht gefallen ist.

Und wo kommt ein Titel wie „Wendy“ her?
Das Bild ist nach einer Pferdezeitschrift benannt und eine ironische Anspielung auf Mädchen und ihre Pferdeleidenschaften. Eine Freundin von mir war einmal in Island und schrieb mir und meiner Tochter auf einer Postkarte: „Viele Grüße von Wendy, Mandy und Trendy.“ Die letzten beiden waren Pferdchen, auf denen sie dort geritten sind. Also war der Name geboren. Eine weitere Arbeit mit Pferden habe ich „Mandy“ genannt – ein Mädchen, das auf einem nackten Jungen reitet, der nur Wildwest-Leggins trägt. „Trendy“ gibt es noch nicht.

Gilt eigentlich: Kein echter „Renz“ ohne ein Mindestmaß an Gräueltaten?
Mir ist bei meinen Arbeiten wichtig, dass selbst der größte Schrecken sehr ästhetisch dargestellt wird. Nach außen präsentiere ich eine schöne Oberfläche, die auf den ersten Blick schön kitschig wirkt und erst beim zweiten Hinsehen die kleinen Grausamkeiten zeigt.

Welche Bedeutung haben die Skelette?
Die Skelettkrankenschwester ist eine Figur, die immer wieder bei mir vorkommt. Sie steht für die Person, die aufgefordert ist zu helfen, in meinen Bildern aber immer regelmäßig versagt. Und das andere Skelett in „Heaven“ beschäftigt sich damit, einen Dorn aus seinem Fuß zu ziehen, was natürlich insgesamt gesehen ziemlich idiotisch ist.

Mir fallen dazu auch die Traumwelten von Henry Darger ein…

Klar, den wollte ich auch nicht unterschlagen, das ist eins meiner ganz großen Vorbilder. Mittlerweile ist er ja sehr bekannt, ich habe ihn schon vor über sechs Jahren während meines Studiums entdeckt. Er war eigentlich ein Anstoß für mich, die Art meiner Arbeit zu verändern. Ich arbeitete damals sehr viel mit Strichzeichnungen und Radierungen, und er hat mir vorgemacht, was man damit alles machen kann. Was ich besonders an ihm mag: Er hat sehr viel collagiert, und das ist eine Technik, die ich in meinen Bildern ebenfalls gerne anwende.

Sammelst du selbst Kunst?
Mein Freund und ich sammeln „Votivgaben“. Diese kommen vor allem aus dem katholischen Raum, es sind kleine silberne Bleche, die in eine Form gestanzt werden. Das sind Gaben, die man nach einer Heilung der Mutter Gottes „überreicht“. Wenn du zum Beispiel Probleme mit deinem Bein hattest, wurde der Kirche ein silbernes Bein gestiftet. Ich finde die Votivgaben ganz entzückend, weil es meistens Körperfragmente sind und gerade in der Reihung sind sie traumhaft schön.

Das klingt, als wärst du religiös?
Nein. Sagen wir es mal so, ich komme aus Bayern. Aber ich finde das Thema Religion spannend, vor allem, dass Leute an etwas glauben, was sie sich selbst als Gegengebilde aufgebaut haben. Kunstwerke, die aus dem religiösen Bereich kommen, wirken auf eine bestimmte Weise stark aufgeladen. Auch wenn ich eine alte Kirche betrete, habe ich das Gefühl, einen heiligen Ort zu betreten, der eine lange Zeit viele Gläubige beherbergt hat. Das finde ich sehr spannend, wie alle menschlichen Leidenschaften auch.

Wer schreibt eigentlich die Einführungstexte zu deinen Ausstellungen?
In meiner Galerie macht das Robert Goff. Wir unterhalten uns so wie bei unserem Gespräch gerade jetzt über die Thematik. Spannend finde ich, wenn ich den Text vorher nicht gelesen habe und während der Eröffnung beobachten kann, in welche Richtung die Gedanken der Besucher gehen, wenn sie meine Arbeiten sehen.

Was sagt deine Mutter zu deinen pubertierenden Mädchen mit Stiefeln und Peitschen?
Für meine Mutter war es in der Tat ein bisschen heikel, so dass sie mich eines Tages zur Seite nahm und mich vorsichtig fragte, ob ich ihr etwas sagen wolle. Ob in meiner Kindheit etwas vorgefallen sei, von dem sie nichts wisse. Ich konnte sie beruhigen und viel weiter ist das nicht thematisiert worden. Auch wenn sie nicht alles nachvollziehen kann, akzeptiert sie es. Aber generell ist der Bereich Kunst für sie etwas merkwürdig, und das Zeug, das ich mache, noch eine Spur merkwürdiger ...

Vielen Dank für das tolle Gespräch. Wenn du nun eine Überschrift für unser Interview vorschlagen müsstest, welchen Titel würdest du wählen?
Herrje, jetzt triffst du mich an meinem wunden Punkt. Mir fällt mir es doch schon bei meinen Arbeiten immer so schwer … Aber ich muss sagen, dass ich den Titel eurer Ausgabe *Malice in Wonderland* fantastisch fand. Alice in Wonderland ist natürlich auch von der literarischen Seite ein Thema, das mich fasziniert. Alice ist nie ihre eigene Herrin, und sie stolpert von einer Situation in die nächste. Die ganze Lewis-Carroll-Problematik mit ihren sexuellen Komponenten ist natürlich auch für mich ein gefundenes Fressen. Aber wie gesagt, mir gefällt der Titel so gut, dass ich doch hoffe, einen Untertitel zu bekommen, der mindestens so gut ist …



CORNELIA RENZ - MISCELLANEOUS
24. November 2007 - 02. Februar 2008


Galerie Anita Beckers
Frankenallee 74
60327 Frankfurt a. M.


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