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17.11.2010

 

Katrin Korfmanns komponierte Ansammlungen - "Count for Nothing" in der Kai Hilgemann Galerie Berlin

Für Katrin Korfmann zählt die Bildkomposition, das Erschaffen einer fiktiven Welt aus realen Aufnahmen von Orten und Menschen, die bedeutsam sind. Sie choreographiert und setzt ihre Protagonisten zusammen wie auf brachen Kulissen einer Modelleisenbahn.

Für sie zählt der magische Moment, den ihre Anordnungen suggerieren. „Count for Nothing“ ist ein ungewöhnlicher Name für ihre Solo Ausstellung in Berlin. Denn was sie tut ist keinesfalls vergebens.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen flüchtige Momente. Auf ihren Bildern fügt die Künstlerin durch geschickte und besonders aufwändige Weise verschiedene Zeitpunkte zu einem Augenblick zusammen und lässt ihn über allem anderen stehen.

Das Erhabene der Werke entsteht nicht zuletzt durch die Betrachtungsweise aus der Vogelperspektive. Mal ist es der rote Teppich, der die Besucher einer Preisverleihung leuchtend umrandet, mal ist es grauer Asphalt, der die langen Schatten der Passanten auf sich trägt. Es ist wie ein plötzliches Miteinander, das die Menschen umgibt.

Meist werden die Bilder groß und auf Leuchtkästen aufgezogen präsentiert. So wirken sie intensiver und geben ihre kollektive Kraft gleich an den weiter, der sie betrachtet.

Katrin Korfmann wurde 1971 in Berlin geboren und studierte an der Kunstakademie Berlin-Weißensee sowie an der Akademie Rietveld in Amsterdam. Die Fotografin und bildende Künstlerin war von 1996 – 1997 Assistentin von Ulay (Uwe F. Laysiepen) und lebt und arbeitet in der niederländischen Hauptstadt.

Die Galerie Kai Hilgemann zeigt „Counting for Nothing“ im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie und in Kooperation mit Whiteconcepts. Kuratorin ist Nicole Löser.

Vernissage am 19. November 2010 um 19 Uhr.

Katrin Korfmann – Count for Nothing
Galerie Kai Hilgemann
Zimmerstraße 90/91
10117 Berlin

19. November – 23. Dezember 2010
Di – Fr, 12 – 18 Uhr

Vernissage
19. November 2010, 19 Uhr