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17.04.2012

 

Staatliche Museen zu Berlin : Dodo - ein Leben in Bildern. Ausstellung und Buch bei Hatje Cantz

Auf ca. 300 m² Ausstellungsfläche präsentiert die Kunstbibliothek am Berliner Kulturforum die Ausstellung „Dodo (1907-1998) – ein Leben in Bildern“.

Gezeigt werden ca. 120 grafische Arbeiten. Modegrafik, Illustrationen für die Zeitschrift Ulk, die „schuldbeladnen“ Bilder aus der Zeit ihrer Züricher Dreiecks-Beziehungs-Psychoanalyse mit ihrem Mann und ihrem Psychoanalytiker Gerhard Adler, Illustrationen für jüdische Zeitschriften und nicht zuletzt Arbeiten aus dem Londoner Exil bzw. ihrer neuen Heimat.

In Berlin 1907 als nicht ganz so schicke Dörte Clara Wolff (was den Namen betrifft) geboren, erfand sie kurzerhand "Dodo" - und lancierte nach ihrer Ausbildung an der renommierten Schule Reimann in Berlin ihre Karriere als freie Modeillustratorin.

Ihr früher Stil ist sehr 20er Jahre - mit all dem teils bittren Beigeschmack an Luxus, Dekadenz, sexueller Ausschweifung und dem Hang zum Einheitspagenbubikopf der nicht zuletzt für die Androgynität in Richtung Femme Fatale mit kaltem Blut jener Zeit steht.

Die Jüdin Dodo war schlau genug sich 1936 ins Londoner Exil zu retten, von wo aus sie fleissig weiter illustrierte. Angeblich nicht ganz so erfolgreich - doch Illustrationen für Kinderbücher, Glückwunschkarten und Werbegrafiken lassen auf ein versöhnliches Arbeiten am Sujet schliessen.


Dodo (1907-1998) – ein Leben in Bildern
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek
Staatliche Museen zu Berlin
bis 28. Mai 2012
Matthäikirchplatz
10785 Berlin-Tiergarten


danach :
Ben Uri Gallery
The London Jewish Museum of Art
22.6.–9.9.2012


Dodo - Leben und Werk
1907-1998
Hatje Cantz
Hrsg. Renate Krümmer, Texte von Anja Amsel, Margitta Giera, Renate Krümmer, Miriam-Esther Owesle, Adelheid Rasche
Deutsch/Englisch
2012. 216 Seiten, 185 farbige Abb.
24,90 x 30,70 cm
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7757-3274-1