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24.03.2010

 

Team Gallery, New York präsentiert Ryan McGinleys Portraitserie "Everybody Knows This is Nowhere"

Proppevoll! Selten sieht man eine Galerie so überfüllt mit jungen Menschen, Schlange stehend, wartend, um einen Blick auf den Meister zu werfen, ihm auf die Schulter zu klopfen. Ryan McGinley entkleidet nicht nur die Jugend – er zieht sie auch magisch an.

Seine Aufnahmen sind geprägt vom prallen Leben, von Farben, Intensität und einer eben anderen Definition von Unschuld. Mit seiner aktuellen Ausstellung in New York beantwortet er die Frage, wie ein McGinley Portrait in Schwarz/Weiß aussehen kann.

Der Fotograf war zwei Jahre in der Welt unterwegs und wählte sorgfältig 150 Protagonisten aus, die er in minutiöser Arbeit und in tausenden von Bildern fotografierte, um den jeweils entscheidenden Moment zu finden.

Es mag anfangs ein wenig verstörend wirken, nicht wie gewohnt von Farbklängen überhäuft zu werden, keinen Blick in die amerikanische Umgebung werfen zu können und ein gefühlter Teil einer ausgelassenen Jugendkultur zu sein. Doch bei intensiverer Betrachtung der unterschiedlichen Charaktere findet man genau dieses Gefühl wieder: in ihren Augen, der Körpersprache, ihrer Haut und dem Ausdruck, den McGinley als den Einen bestimmt hat.

Zusätzlich zu den vielen, gerahmten Einzelportraits zeigt die Team Gallery auch vier große Farbaufnahmen, die die konträre Einstellung des Fotografen unterstreichen.

Übrigens spalten sich die Meinungen über das für McGinley außergewöhnliche Projekt. Für manche Kritiker gehen die Aufnahmen im Gegensatz zu seinen vorigen Arbeiten in eine zu reale, zu sexualisierte Richtung. Doch wie der Titel der Ausstellung schon besagt: „Everybody Knows This is Nowhere“.

Ryan McGinley – Everybody Knows This is Nowhere
bis 17. April 2010
Team Gallery
83, Grand Street
New York