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26.10.2010

 

Urban und abstrakt - Andreas Gefeller "The Japan Series" zeigt eine fernöstliche Welt ohne Schnörkel und Kitsch

Ein Düsseldorfer Fotokünstler richtet seine Kamera in den japanischen Himmel und lichtet ab, was ihm dazwischen kommt – nein, so einfach ist es nicht. Andreas Gefeller befasst sich in seinen „The Japan Series“ mit dem Spannungsfeld zwischen Natur und Urbanität, er komponiert grafische Bildspiele aus Strommasten und Kabelkreuzungen. Und im Hintergrund schläft die Weite des alltäglichen Japanhimmels.

Im Rahmen des Projekts „European Eyes on Japan“ werden jährlich drei bis vier europäische Fotografen eingeladen, um ihre Sicht einer fernöstlichen Lebenswelt zu visualisieren. Gefeller interpretiert diese für sich urban und gleichsam fremdartig, er setzt aus zahlreichen Einzelaufnahmen digital ein Gesamtbild zusammen, das uns mitunter ebenso abstrakt erscheint wie einem Außenstehenden die japanische Kultur.

Die entstanden Kompositionen scheinen wie Auffangnetze in einem Roboterzeitalter. Auch die Ähnlichkeiten mit Kalligrafien sind nicht zufällig, sondern werden durch technische Finesse hervorgehoben. Im Vergleich zu seinem vorigen Projekt „Supervisions“ ist seine neueste Arbeit purer und karger, aber ebenso eindringlich.

Andreas Gefeller studiert an der Universität Essen und wurde 2001 in die Deutsche Fotografische Akademie berufen. Er erhielt bereits einen Leadaward, den Phase One Prize und den Reinhart Wolf Prize. Seine Werke wurden weltweit ausgestellt, darunter in der Hasted Hunt Gallery New York, der Loerakker Galerie in Amsterdam oder der Hamburger Galerie Hohmann. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Die Rehbein Galerie in Köln zeigt „The Japan Series“ noch bis zum 23. November 2010.


Andreas Gefeller - The Japan Series
Thomas Rehbein Galerie
Aachener Strasse 5
50674 Köln

bis 23. November 2010
Di – Fr, 11 – 13 / 14 – 18 Uhr
Sa, 11 – 16 Uhr