11.06.2012  •  Editorial NEWS

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Denis Rouvre's einmonatige Reise entlang der ramponierten Küste Japans

Es ist über ein Jahr her seit der verheerende Tsunami und die daraus resultierende atomare Katastrophe Japan in seinen Grundfesten erschütterte.

Die traumatischen Bilder, welche zu der Zeit rund um die Welt gingen, sind immer noch frisch in unseren Köpfen.

Im vergangenen Herbst reiste Denis ROUVRE einen Monat entlang der ramponierten Küste Japans und hielt die Gesichter der - meist älteren - Überlebenden und die verwüstete Landschaft in beeindnruckenden Bildern fest.

Die entstandenen Porträts wurden im New York Times Magazin veröffentlicht und zeigen ohne Zweifel quälend schöne und bewegende Bilder der Nachwirkungen dieser Katastrophe.

Tief eingeschnittene Falten in den Gesichtern dieser alten Leute erzählen herzzerreissenden Geschichten von Krieg, Naturkatastrophen und Kernschmelze.

Sie scheinen so alt und dauerhaft wie die Berge selbst. Deshalb ist es umso erschütternder wenn Denis ihren Gesichtern Bilder von verödeten Landschaften gegenüberstellt, die regelrecht "verletzt" und depressiv erscheinen.

Und auch wenn jedem beim Betrachten der Landschaftsbilder klar ist welche enorme Anstrengung dem Inselvolk bevor steht - so sieht man in den Portraits doch vor allem welche Kraft, welcher Stolz und welche innere Stärke in dem japanischen Volk steckt.