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15.01.2013

 

Bahai, die jüngste Weltreligion und ihre hängenden Gärten von Haifa sowie die unrühmlich-kurze Geschichte der German Colony

CREDITS / DETAILS

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

Location: Bahai Terraces, Haifa
Photographer: GoSee
Terraces: The Terraces of the Bahá'í Faith, also known as the Hanging Gardens of Haifa, are garden terraces around the Shrine of the Báb on Mount Carmel in Haifa, Israel. They are one of the most visited tourist attractions in Israel. The architect is Fariborz S

Die Religion der Bahai beruft sich auf die Lehren ihres Religionsstifters Baha'ullah (1817–1892), ihre  fünf Millionen Anhänger sind heute über die ganze Welt verstreut und der Glaube gilt als zweitverbreiteste Religion der Erde. In ihrem Ursprungsland Iran bilden die Bahai die größte religiöse Minderheit, sind aber starken Verfolgungen ausgesetzt. Der Bahai-Glaube kennt keine Priesterschaft, er ist über gewählte Räte auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene organisiert.

Aktuell gibt es ca. 180 nationale Räte und 12.000 lokale Räte. Das internationale Gremium, bekannt als Universale Haus der Gerechtigkeit, wirkt vom Bahai-Weltzentrum in der Hafenstadt Haifa, Israel, aus. Die Geschichte der Bahai geht auf zwei Männer zurück : Sayyid Ali Muhammad (1819–1850), genannt „der Bab“ (arabisch: „das Tor“), und Mirza Husayn Ali Nuri (1817–1892), genannt „Baha'ullah“ (arabisch: „Herrlichkeit Gottes“). Der eigentliche Religionsgründer ist Baha'ullah. Der Bab wird von den Bahai als dessen Wegbereiter betrachtet.

Wikipedia über die Geschichte : "Der Bab wurde 1819 in Schiraz, Iran geboren. Am Abend des 22. Mai 1844 erhob er erstmals den Anspruch einer göttlichen Offenbarung. Als Titel greift er den schiitisch-eschatologischen Begriff des „Bab“ auf. Er deutet ihn um als „Tor zu Gott“, d. h. als Anspruch einer nachislamischen Offenbarung und als Wegbereiter einer weiteren Offenbarungsgestalt. Der Babismus gewann schnell Anhänger aus dem schiitischen Umfeld. Unter schiitischen Gelehrten und Geistlichen stieß der Offenbarungsanspruch des Bab und seine Interpretation des Islam auf Ablehnung; insbesondere stellte der Bab die Rolle der Religionsgelehrten in Frage und trat für die Rechte der Frau und größere gesellschaftliche Gleichheit ein. Anfang 1847 wurde er verhaftet.

Die formelle Trennung vom Islam erfolgte im Juli 1848 in Badascht am Kaspischen Meer. Sie war das Ergebnis eines Konzils der einflussreichsten Anhänger des Bab. Eine der Wortführerinnen, Qurrat al-ʿAin, legte als Zeichen der Emanzipation der Frau erstmals in der Öffentlichkeit ihren Schleier ab. Die zunehmende Missionstätigkeit der Babi führte rasch zum Widerstand schiitischer Gruppen, bald zu (auch staatlich) organisierter Verfolgung der Gemeinde. Als Gegenreaktion kam es vereinzelt zu Revolten gegen die iranische Regierung. Schiitische Vorstellungen des Dschihad blieben unter den Babi zunächst erhalten. Am 9. Juli 1850 wurde der Bab in Täbris öffentlich füsiliert. Die Verfolgungen dauerten bis 1853 an. Tausende Anhänger des Bab wurden getötet.

Seit 1848 hatten vor allem zwei der Anhänger des Bab an Bedeutung gewonnen: die Söhne eines Staatsministers in Teheran, die Halbbrüder Mirza Husayn Ali Nuri, später Baha'ullah genannt, und Mirza Yahya Nuri, später bekannt als Subh-i-Azal.

Baha'ullah wurde im Zuge der Verfolgungen 1852 in Teheran im Siyah-Chal („Schwarzes Loch“), einem berüchtigten Verlies, inhaftiert. Viele seiner Mithäftlinge wurden hingerichtet. Von einer Hinrichtung Baha'ullahs wurde abgesehen, da er großes öffentliches Ansehen genoss und sich westliche Botschafter für ihn einsetzten. Baha'ullahs mystische Erlebnisse während dieser Kerkerhaft sehen die Bahai als die ersten Anfänge seiner prophetischen Sendung
."

Die Überreste des Bab wurden 60 Jahre aufbewahrt und verborgen um danach ins heilige Land überführt und in einem Mausoleum an den Hängen des Berges Karmel beigesetzt zu werden. Der Baha'ullah (1817-1892) starb im Exil nach lebenslänglicher Gefangenschaft in Akká, ebenfalls heutiges Israel. Wobei die Strenge der Strafe sich nach und nach lockerte, seine letzte Station war das Landhaus Bahjí (=Freude), wo er auch verstarb. Es gilt heut als der heiligste Ort der Bahai.

Am Fusse des Bab-Schreins stösst man auf die Überreste der German Colony. Diese geht zurück auf das Jahr 1868 als deutsche protestantische Templer begannen das orientalische Städtchen Haifa auf Vordermann zu bringen. Mit Erfolg - anfangs. So kam bspw. der stolze deutsche Kaiser Wilhelm am 25ten Oktober 1898 zu Besuch um seinen Kaiserdamm einzuweihen, um von hieraus nach Jerusalem weiter zu reisen. Dort traf er auf Theodor Herzl der ihn vor Ort um die deutsche Schrimherrschaft für den Judenstaat in Palästina bat.

Die Geschichte fand ein spätes doch jähes Ende. Als mit Machtergreifung Adolf Hitlers sich die Kolonie über den Sieg der Nazis freute wurden sie allesamt der Stadt verwiesen. Israels Haupthafen Haifa am Berg Carmel liegt nur ca. eine Stunde von Tel Aviv entfernt - folglich die perfekte Entfernung für eine einigermassen kurzweilige Tagestour. Es heisst nicht umsonst : Haifa works, Jerusalem plays - Tel Aviv plays.



Bahai Terraces
Haifa, Israel

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

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GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

GOSEE : Bahai Terraces, Haifa

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GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

GOSEE : German Colony, Haifa

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GOSEE : German Colony, Haifa

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