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Erik Chevalier's : The Family Safe, Illusionen alter Erinnerungen - eine Ausstellung in Kapstadt
Welches Familienalbum soll man anschauen, wenn es nie wirklich Familie oder Familienbilder gab? Die Antwort ist einfach: eines, dass man sich selbst kreiert hat. So Erik Chevalier. In seiner Solo-Ausstellung „The Family Safe“ beschäftig er sich mit dem hypothetischen Fotoalbum für das Individuum ohne Wurzeln. Ein wenig skurril? Vielleicht. Und sehr sehenswert.
Die Photographers Gallery Za & Erdmann Contemporary zeigt keine Alben im herkömmlichen Sinne. Die Ausstellung des Italieners umfasst 30 Fotografien, die aus einer Mischung aus echten Familienbildern und fotografischen Fundstücken besteht. Seine Arbeit konzentriert sich auf Themen wie Vertreibung, Migration und Entfremdung und geht inhaltlich tiefer als es im ersten Moment scheint.
Die Bilder sind bedeckt mit Flecken und Verfärbungen, ganz wie die Erinnerungen, die man mit ihnen verbinden könnte. Die Motive erzählen vom Familienurlaub, von Sonnenbaden und Meer.
Erik Chevalier, gebürtig aus Rom, wuchs in Kanada auf und studierte teilweise in Dänemark. Der Künstler lebt und arbeitet auf Sardinien als Trompe-l’oeil Maler. Er realisiert also illusorische Gemälde, die eine nicht vorhandene Räumlichkeit vortäuschen. In seiner Ausstellung in Kapstadt täuscht er nicht vorhandene Familienzusammenhänge vor.
Das Projekt ist geknüpft an ein Austauschprogramm zwischen dem Centro Luigi di Sarro in Rom und der Galerie. Die Eröffnung leitet der italienische Botschafter Südafrikas Elio Menzione am 3. Februar.
Beim Rundgang einen Tag später gibt es als Bonus einen bebilderten Vortrag über die Decke einer sardischen Villa aus dem 18. Jahrhundert, die Erik erst kürzlich restaurierte.
Erik Chevalier - The Family Safe
The Photographers Gallery za
& ERDMANNCONTEMPORARY
63 Short market Street 8001, Cape Town
3.Februar - 27.Februar 2010
Vernissage: 3.Februar, 18 Uhr
Walkabout: 4.Februar, 11 Uhr
Mo – Fr, 10 – 17
Sat 11 – 1
