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29.08.2012

 

A Book of Beards - Fotograf Justin James Muir spricht mit GoSee über seine Portraits und die faszinierende Welt der bärtigen Männer

In den letzten Saisons hat sich in der Männermode ein Trend, mit dem unzählige Marken ihre Kampagnen verschönern, ganz klar herauskristallisiert – Bärte.

War er einst noch für Heavy Metal Fans und Sektenmitglieder reserviert, so hat sich der Bart heute in ein begehrtes Modeaccessoire verwandelt. GoSee musste leider erfahren, dass Piloten an diesem männlichen Trend jedoch nicht teilnehmen können, da es ihnen verboten ist sich Bärte jeglicher Art wachsen zu lassen. Piloten und Flugbegleiter müssen frisch rasiert sein, damit Atemmasken eng am Gesicht anliegen können, das gilt auch für Männer die in der Öl- und Gasindustrie arbeiten; ganz so wild und männlich sehen sie auf den Bohrinseln dann also doch nicht aus.

Eine andere Art der Gesichtsbehaarung – der Schnurrbart – wird zunehmend zu Protest- oder Aufklärungszwecken benutzt. GoSee berichtete über eine Welle von Frauenrechtlerinnen im Libanon, die falsche Oberlippenbärte trugen um auf ihre Botschaft “keine Rechte, keine Frauen“ aufmerksam zu machen. Ähnlich ist der “Movember“, ein neuer Name für den Monat November, in dem sich Frauen und Männer auf der ganzen Welt zusammenschließen, um auf gesundheitliche Probleme die Männer betreffen (wie z.B. bestimmte Krebsarten) aufmerksam zu machen und Gelder aufzubringen. Männer oder sogenannte “Mo Bros“ lassen sich die Bärte für wohltätige Zwecke, meist für die Prostatakrebsstiftung PCF, den ganzen November lang wachsen.

Der Movember ist zwar noch weit entfernt, aber das Buch der Bärte von Fotograf James Muir ist eine interessante Mischung aus den beiden wichtigen Bereichen die durch solche Aktionen angesprochen werden. Es zeigt bärtige Männer die ihre Gesichtsbehaarung in extra dafür vorgesehenen Wettbewerben vergleichen - und sammelt gleichzeitig Gelder für wohltätige Zwecke.

Die Idee für A Book of Beards entstand in 2011, als sich Justin’s ungewöhnliches Hobby der Bartfotografie von Bildern lokaler Gesichter in West Chester PA, zu Bartwettbewerben und Fremden, die er in einem selbstgemachten, tragbaren Fotostudio ablichtete, entwickelte. Nachdem er seine ersten 10 Bartfotos im Kasten hatte, beschloss er dass er mehr fotografieren wollte; es reichte ihm einfach nicht mehr seine Bilder auf einem Blog oder Flickr zu veröffentlichen.

Ein Jahr und viele Bärte später, fasste Justin den Entschluss die Portraits in einem Buch zu sammeln. Und nicht nur das, er brachte das Buch im gemeinnützigen Eigenverlag heraus, um Geld für einen Freund ohne Krankenversicherung zusammen zu trommeln, bei dem 2011 Krebs diagnostiziert wurde. Und er unterstützt damit außerdem die Leukämie und Lymphoma Gesellschaft (LLS).

Justin’s Mutter schenkte ihm vor drei Jahren eine Kamera. Sein Designhintergrund und die Leidenschaft verschiedene graphische Medien zu perfektionieren, trieben die Entwicklung seiner Fotografie, und vor allem seiner Portraits, entscheidend an.

GoSee wollte mehr über Justin’s Faszination für Bärte herausfinden. Hier ist unser kurzes Interview:

Was hat dich dazu veranlasst bärtige Männer zu fotografieren?
Als ich nach West Chester PA gezogen bin, merkte ich dass es hier eine große Bartszene gab. Also fing ich an Fotos von Freunden mit riesigen Bärten zu machen - viele von denen sind auch im Buch gelandet. Danach entdeckte ich immer mehr Bärte und fotografierte sie. Ein Mann mit Bart hat einfach etwas faszinierendes.

Das stimmt! Hast du selber einen Bart?
Ich habe eigentlich immer irgendeinen Bart. Aber ich schaffe es einfach nicht ihn so lange wachsen zu lassen wie die Männer im Buch :)


War dir der Movember bekannt bevor du anfingst Bärte zu fotografieren?
Ich hatte davon gehört. Anfangs wollte ich das Buch auch im November herausbringen, aber es wurde leider nicht rechtzeitig fertig.

Hast du schon eine neue Serie von Fotoprojekten angefangen?
Ich habe ein paar Ideen. Aber bis jetzt habe ich noch nichts angefangen. Ich weiß aber schon dass ich höchstwahrscheinlich mit Portraits weitermachen werde.


Um eine größere Auswahl seiner Portraits und mehr zu sehen gehe auf:
www.justinjamesmuir.com

Und wenn du deine eigene Ausgabe des Buch der Bärte besitzen - und gleichzeitig einen guten Zweck unterstützen möchtest:
www.bookofbeards.com

Wenn das deinen Hunger auf Wettbewerbe für Gesichtsbehaarung immer noch nicht gestillt hat, dann gibt’s in dieser Serie von Manu Agah das deutsche Äquivalent zu Justin’s amerikanischen Bartträgern – ausgestellt bei der fünften Hamburger Triennale der Photographie, 2011 (GoSee berichtete).

A BOOK OF BEARDS

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