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02.06.2010

 

Beobachtungen eines Grenzgängers - Hans W. Mendes' Grenzarchiv West-Berlin 1978/1979

1978 war die Mauer für die meisten West-Berliner kein großes Thema. Die bis heute unfassbare Realität dieser innerstädtischen Grenze war Teil der Lebenswelt geworden, so selbstverständlich wie der Kurfürstendamm oder die Philharmonie, die mahnende Gedächtniskirche oder die Stricher- und Drogenszene am Bahnhof Zoo.

Bei seiner mehr als 160 km langen Grenzbegehung hat Hans W. Mende damals die Mauer und Grenzanlagen, vor allem aber die Entwicklung des Stadtraumes in Grenznähe festgehalten – unaufgeregt, großformatig und mit dem für ihn typischen präzisen Blick für Zusammenhänge und Details.

Heute ist die Mauer Vergangenheit, Thema nur noch anlässlich von Gedenktagen und als Souvenir-Fragment käuflich zu erwerben in jedem Touri-Shop der Stadt. 

Aus dem Stadtbild ist sie fast gänzlich verschwunden - ebenso wie wie aus dem Bewusstsein der nahezu ausgetauschten Bevölkerung der hippsten Staddt Eurpas.

Wer die Stadt an der Spree heute besucht kann sich die sich in den Bildern widerspiegelnde Stimmung dieser für viele Menschen sehr dunklen Jahre kaum noch vorstellen.

In diesem vollständig veränderten Kontext wird die Revision von Hans W. Mendes wohl einzigartigem Grenzarchiv zur spannenden Geschichtsbetrachtung.


Hans W. Mende -
Grenzarchiv West-Berlin 1978/1979

Mit einem Essay von Ulrike Schuster
erschienen bei Peperoni Books
176 Seiten
ISBN 978-3-941825-02-4
36 Euro