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10.02.2010

 

Gerhard Richter : Porträts - ein wunderschöner Bildband über die Protagonisten seiner Werke

In den 1960er Jahren beginnt Gerhard Richter, Bilder nach gefundenen Fotografien zu malen. Die Bilder versuchen im Abmalen nicht mit dem Dokumentarischen des Fotos zu konkurrieren, sondern durch Verwischung der Konturen wird das Eigenleben der Malerei akzentuiert. Porträts ziehen sich seitdem wie ein roter Faden durch sein gesamtes malerisches Werk. Ein großformatiger Bildband widmet sich nun ausschließlich den „Menschenbildern“.

Gerhard Richter ist der national wie international bekannteste deutsche Maler. Und seit jeher beschäftigen uns Fragen im Bezug auf seine Werke: Was zeigen uns diese persönlichen Bildnisse und Porträts historischer Personen über Richters herausragende Malerei? Wie lauten die Geschichten hinter den Personen? Wie spiegeln diese Werke zentrale Fragen der deutschen Nachkriegsgeschichte in der Kunst?

Vorgestellt werden die wichtigsten Gemälde, mit Einzelerklärungen zu den dargestellten Personen und Erläuterungen, was das Porträt im Werk dieses großen Künstlers bedeutet – und ebenso, was die Gattung für die Kunst heute sein kann.

Es entwickelte sich ein Werkbereich, der deutsche Geschichte in Richters Blick auf die Figur, auf die Person im Privaten, Familiären, Historischen und Politischen reflektiert. Zugleich gehören etwa seine Frauenbildnisse zu den am häufigsten reproduzierten Bildern der letzten Jahre – „Betty“, eine verträumte Rückenansicht seiner ältesten Tochter in rotgeblümter Jacke, sei als ein Beispiel genannt.

Das großformatige Buch, dass die mittlerweile legendäre Ausstellung in der National Portrait Gallery als Basis hat, zeigt Porträts von Gerhard Richter aus internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen und macht mit diesem bedeutenden Teil seiner Arbeit die Bandbreite seines Schaffens deutlich.

Die Auswahl der Arbeiten umfasst den Zeitraum von 1960 bis in die Gegenwart. Zu sehen sind frühe Schwarz-Weiß-Gemälde, die von Fotografien aus Magazinen inspiriert sind, Gemälde, die auf privaten Schnappschüssen basieren und aktuelle, neue Arbeiten.

Gerhard Richter wurde 1932 in Dresden geboren, wo er von 1952 bis 1956 an der Kunstakademie studiert und als Meisterschüler bis 1959 arbeitet. 1962 folgen der Umzug nach Düsseldorf und sein Studium an der Kunstakademie, wo er Sigmar Polke, Konrad Lueg und Blinky Palermo kennenlernt.

Seit 1971 hat er eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. 2002 zeigte das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive über ihn. 2007 wurde das Kölner Domfenster installiert. Gerhard Richter lebt in Köln.

"Meine Bilder sind klüger als ich", sagte Richter einmal. Finden wir es heraus!

Die Porträts von Gerhard Richter
Autor: Paul Moorhouse
Verlag: Dumont
176 Seiten, Hardcover
EUR 49,95
ISBN 978-3-8321-9154-2

Gerhard Richter : „Portraits“

Gerhard Richter : „Portraits“

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