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12.04.2009

 

Hatje Cantz : Oberflächen & Strukturen - die Kiefernwälder von Bae, Bien-U und Ola Kolehmainens pulsierende Architekturfassaden

Seit über 25 Jahren fotografiert der Koreaner Bae, BIEN-U den alten Kiefernwald rund um den Schrein der Könige der Shilla-Dynastie nahe Gyeongju. Bae, BIEN- U (*1950) gilt als der bedeutendste Fotokünstler Koreas, der durch seine langjährige Lehrtätigkeit Generationen von Studenten geprägt hat. Ein wunderschöner Bildband mit seinen meditativen, schwarz-weiß Arbeiten ist nun bei HATJE CANTZ erschienen.

Die eindrücklichen Aufnahmen aus der Serie Sonamu nehmen einen wichtigen Teil des Gesamtwerks ein. Seine langjährige Leidenschaft und Faszination entspringen der koreanischen Kultur welche der Kiefer eine besonders starke Symbolkraft zuweist und die auch in der Literatur und anderen Kunstbereichen Eingang findet. Die Kiefer wird von den Koreanern angebetet, mit Respekt begegnet und gilt in Korea als Botschafterin, welche die Seele der Toten ins Jenseits begleitet.

Bae, BIEN- U betrachtet die Kiefer als Kontakt zwischen Himmel und Erde. Auf einmalige Weise gelingt es ihm die Dramaturgie und Magie des mystischen Ortes sowie die Energie der Bäume als spürbare Lebenskraft einzufangen und als stille, intensive Meditation wieder zu geben. „For the Korean people, pines are foundations for their soul,“ so der Künstler.

Bae, BIEN- U wurde 1950 in Yeosu, Südkorea, geboren und gehört zu den führenden zeitgenössischen Fotografen seines Landes. Er studierte Grafikdesign und bildete sich, von den Werken Edward Weston und Laszlo Moholy-Nagy inspiriert, autodidaktisch zum Fotografen aus. Als Professor für Fotografie lehrt er seit 1981 am Seoul Institute of Arts.

Die Züricher Stockeregg Galerie zeigt bis zum 20. Juni 09 die Ausstellung „Bae, BIEN- U - Sacred Wood".


Ola Kolehmainens Arbeiten sind äußerst reduziert und zeigen Ausschnitte aus Architekturfassaden. Deren strenge Ordnungsprinzipien, die Reihung sich wiederholender Grundraster oder ein symmetrischer Aufbau, strukturieren auch seine Fotografien. Die minimalistische Strenge wird oftmals durch sich spiegelnde Bäume oder Häuser aufgebrochen. SeineArbeiten werden in der sog. Diasec-Technik produziert, das heißt auf der Oberfläche wie in den Bildern selbst spiegelt sich die Umgebung wieder.

Der neue Band stellt viele neue, bisher unveröffentlichte Bilder vor. Ola Kohlemainen (*1964 in Helsinki) ist erfolgreiches Mitglied der Helsinki School und versteht seine Werke in erster Linie als Kunstobjekte, nicht als Fotografien von konkreten Objekten: "Minimalismus ist meine große Liebe. Ich überführe Raum in die Fläche, damit aus ihr schließlich wieder Raum wird."

Zu sehen sind seine Arbeiten bis Ende April im Kiasma, Museum of Contemporary Art in Helsinki (Installationsansicht anbei) und vom 29. Mai bis zum 29. August 09 zieht die Ausstellung weiter ins National Museum of Photography, Kopenhagen.


Ola Kolehmainen - A Building Is Not a Building

2009. 132 Seiten, 88 farbige Abb.
34,20 x 28,70 cm
ISBN 978-3-7757-2366-4

Bae, Bien-U - Sacred Wood

2009. 120 Seiten, 71 Abb., davon 12 farbig
35,70 x 29,20 cm
ISBN 978-3-7757-2283-4

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Bae BIEN- U

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

HATJE CANTZ: Ola Kolehmainen

Ola Kolehmainen: Voluptuous, 2008

Ola Kolehmainen: Voluptuous, 2008

Ola Kolehmainen: Composition with David and Goliath, 2008

Ola Kolehmainen: Composition with David and Goliath, 2008