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GoSee loves .... Irving Penn Ausstellung im Grand Palais in Paris - von den frühen Still Lifes, der Street Photography über die VOGUE Jahre, seiner Zeit in Peru bis zu den legendären Portraits und Nudes

Parallel zum Pariser Modeherbst zeigt das Grand Palais die erste große Retrospektive zum Werk des US-amerikanischen Fotografen Irving Penn (* 16. Juni 1917 in New Jersey; † 7. Oktober 2009 in New York City) nach dessem Tod. In der Nachkriegszeit war dieser als Mode- und Porträtfotograf weltberühmt geworden. Eine fast meditative Stimmung breitet sich in den edel gestalteten Räumen aus, thematisch sortiert nach STILL LIFE, in VOGUE (1947-1951), seine Zeit in CUZCO (1948), CLASSIC PORTRAITS (1948-1962) bis hin zu TIME CAPSULES.

Viele seiner Arbeiten sind weltberühmt und er schuf Ikonen der Fotografie, darunter das Porträt von Pablo Picasso mit Hut und Mantelkragen oder das Bild der Hand des Jazztrompeters Miles Davis. Berühmt wurden seine Porträts, bei denen er Künstler wie Marcel Duchamp, Georgia O’Keeffe, Igor Strawinsky oder Spencer Tracy zwischen zwei Stellwände einzwängte.

Anläßlich des 100. Geburtstags von Irving Penn in 2017 wurde die Ausstellung vom Metropolitan Museum of Art, New York, dem Pariser Grand Palais und der Irving Penn Foundation organisiert. Gezeigt wird eine Übersicht aus seinem 70jährigen Schaffen... "Celebrated for more than sixty years of masterly work at Vogue magazine, Irving Penn (American, 1917–2009) was a superb photographer of style, but his attention to fashion was merely one aspect of his lifelong study of face and figure, attitude and demeanor, adornment and artifact. As his penetrating portraits reveal, Penn had few equals as an observer of human expression. He also had an acute graphic intelligence and a sculptor’s sensitivity to volumes in light. These talents came to the fore in his studies of the nude and in still life, a genre he favored throughout his career.

It looks back over his seventy-year career, with more than 235 photographic prints, all produced by the artist himself, as well as a selection of his drawings and paintings. The Irving Penn exhibition offers a comprehensive vision of the range of genres he worked in: fashion, still life, portraits, nudes, beauty, cigarettes and debris. With his fine arts background, Irving Penn developed a body of visual work that is defined by its elegant simplicity, a taste for minimalism and an astonishing rigour, evident from the studio to the darkroom, where he perfected his unique photographic prints."

Spätestens zur PARIS PHOTO im November sollte man sich die Ausstellung anschauen. Zur Ausstellung erschien übrigens der äußerst stabile und haptische Must-Have-Bildband 'Irving Penn - Le centenaire' (Les éditions Rmn-Grand Palais), den man für 59 EUR im Museumsshop oder online bestellen kann. 300 Abbildungen hat das Werk und gibt den perfekten Überblick über das Werk der Fotografie Legende.
27.09.2017 // show complete article

GoSee loves ... Circle Culture ist zurück in Berlin-Mitte und präsentiert mit Julian Schnabels 'Childhood and Other Graphic Works' Arbeiten des amerikanischen Malers und Filmemachers samt Live-Music-Gig mit Frida Gold

Circle Culture präsentiert mit 'Childhood and Other Graphic Works' ihre erste Solo-Ausstellung mit Arbeiten des amerikanischen Malers und Regisseurs Julian Schnabel. Das Opening ist am 13. September, ein Akustik Live-Gig mit Sängerin Frida Gold findet zwei Tage später im Hotel de Rome anläßlich der Berlin Art Week statt.

"This first exhibition of the gallery with Julian Schnabel also marks the return of Circle Culture to its place of origin in Berlin-Mitte. This place will be revitalized as a main location for exhibitions, round tables and cultural projects in a wide spectrum," so das Team von Circle Culture. Die 2016 entstandene, vierteilige Grafikmappe „Childhood“ entstand anlässlich des 240. Jahrestages der Unabhängigkeit Amerikas. Anläßlich einer Ausstellung sagte er „Ich bin vielleicht Künstler geworden, damit ich die Zeit anhalten kann. Deshalb habe ich schon als Kind angefangen zu malen. Damit konnte ich etwas festhalten und später wieder dahin zurückkehren, wenn ich wollte.“

Geboren in Brooklyn in New York City 1951, wurde Julian Schnabel bekannt mit seiner ersten Ausstellung im Contemporary Arts Museum Huston 1976, gefolgt von einer Solo-Schau in der Mary Boone Gallery in New York City im Jahr 1979 und war bereits Mitte der 1980er Jahre ein bedeutender Vertreter des Neo-Expressionismus. Seit den 1990er Jahren setzt Julian Schnabel auch als Regisseur Kinofilmen um, die Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts thematisieren.

Julian Schnabel (*1951 in New York City) has exhibited widely in museums and galleries internationally, including Kunsthalle Basel; Mary Boone Gallery, New York; Leo Castelli Gallery, New York; Stedelijk Museum, Amsterdam; Kunsthalle Düsseldorf; Whitney Museum of American Art, New York; The Pace Gallery, New York; Fundació Joan Miró, Barcelona; Gagosian Gallery, New York; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Museu de Arte de Sao Paolo. His work is part of important collections all over the world, including Museum of Modern Art, New York; Whitney Museum of American Art, New York; Guggenheim Museum, New York und Bilbao; Centre Georges Pompidou, Paris.

Opening: September 13, 6 – 9 pm, Circle Culture | Gipsstraße 11 | Berlin, RSVP required
Reception at Hotel de Rome with acoustic live music by Frida Gold, Sept 15, 5 – 7 pm, Behrenstraße 37 | Berlin, RSVP required
02.09.2017 // show complete article

'JUMP!' Große Sprünge im Portrait von Portraitfotograf Philippe Halsman - legendäres Fotobuch aus dem Jahr 1959 als Neuauflage mit 200 prominenten Sprüngen von Grace Kelly, Marilyn Monroe bis Audrey Hepburn

Eine neue Faksimile-Ausgabe bringt ein legendäres Fotobuch aus dem Jahr 1959 zurück in den Buchhandel. 'JUMP !' versammelt rund 200 Portraits berühmter Persönlichkeiten mitten im Sprung. Diese einzigartigen, witzigen und energiegeladenen Bilder von fliegenden Leinwand-Stars, Politikern, Firmenlenkern, Angehörigen des Königshauses, Künstlern und Schriftstellern nehmen einen außerordentlichen Platz in Philippe Halsmans (1906-1979) fotografischem Nachlass ein.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren beendete der Portraitfotograf Philippe Halsman in den 1950ern jede seiner Portraitsitzungen, indem er seine Modelle um einen Sprung bat. Grace Kelly, Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Robert Oppenheimer, John Steinbeck,Weegee, Aldous Huxley, Marc Chagall, Salvador Dalí, Brigitte Bardotund Groucho Marx hoben - alle für ihn ab. Der Überzeugungskraft des Fotografen ist es zu verdanken, dass selbst Richard Nixon, der Herzog von Windsor und viele andere in die Lüfte stiegen, die ansonsten nicht gerade für ihre Spontaneität bekannt sind.

"Wenn ich eine Person um einen Sprung bitte," so Halsman, "konzentriert sich deren Aufmerksamkeit fast vollständig auf den Akt des Springens. Die Maske fällt und die echte Persönlichkeit kommt zum Vorschein." Philippe Halsman wurde in Riga, Lettland, geboren. 1931 eröffnete er in Paris ein Fotostudio und wurde bekannt für seine Porträts und Modefotos. Nebenbei studierte er an der Sorbonne. 1936 heiratete er nach zwei Jahren beruflicher Zusammenarbeit die Fotografin Yvonne Moser. Sein Kommentar dazu: „Ich rate häufig jungen Fotografen, ihre Konkurrenz zu heiraten, das ist das beste Mittel, um sie zu neutralisieren.“

Nach der Besetzung Frankreichs durch Deutschland 1940 wurde ihm die angestrebte Auswanderung in die USA verwehrt. Erst durch die Fürsprache von Albert Einstein erhielt er das Visum in die Neue Welt. In New York konnte er sich als gefragter Portraitfotograf etablieren. 1945 wurde Halsman zum Präsidenten der American Society of Magazine Photographers ernannt. Seine Arbeiten wurden in allen großen Zeitschriften Amerikas veröffentlicht.

Philippe Halsman - JUMP ! Große Sprünge im Portrait
96 Seiten, Hardcover mit SU, Fadenheftung
Format 21 x 28 cm, € 29.90 | sFr. 37.–ISBN: 978-3-03876-115-0 | WG 1954
Copyright© Philippe Halsman Foundation
22.08.2017 // show complete article