24.04.2019  •  Events NEWS

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Nemoguce ne postoji, izgovora nema! - Der Belgrad Photo Month 2019 by Susanne Junker, die '21st Century Woman' berichtet exklusiv für GoSee über das noch junge serbische Festival von Initiator und Kurator David Pujado

Jetzt steckten wir fest, hinter einem Polizei Streifenwagen auf einer Autobahnauffahrt. Die Stadtautobahn sollte uns wieder ins Zentrum Belgrads zurückführen. Doch es ging nicht vorwärts und nicht rückwärts. Das Blaulicht der Polizei warf Farbe in den Innenraum unseres Autos. Ich hockte hinten, halb auf dem Boden, halb auf der Rückbank. Links von mir ein blaues Gesicht, rechts von mir zwei. Vorne noch einmal zwei. Sechs blaue Köpfe und dazu zusammengequetschte Körper in einem kleinen PKW. Ich spürte meine Beine nicht mehr und irgendein Ellenbogen bohrte sich in meine Rippen. Wir duckten uns, so gut es ging, während der Kleinwagen mit seiner eingepferchten Fracht von sechs Fotografinnen und Fotografen aus allen Herren Ländern dem Polizeiauto hinterher kroch. Einige von uns Insassen hatten sich erst ein paar Stunden zuvor bei einer Vernissage am Stadtrand kennengelernt. Nun alberten wir gemeinsam und ungehalten, auf English mit diversen Akzenten, ein Selfie wurde geknipst, und plötzlich waren die Bullen vor uns weg. Es war Samstagabend und es ging los, das Auftaktwochenende des “Belgrade Photo Month” (BPM) Fotofestival.

Der Chauffeur dieser unvergesslichen Fahrt war David Pujado. Er ist der Initiator und Kurator dieses Fotofestivals, das nun zum vierten Mal in der Hauptstadt Serbiens stattfindet. David, gebürtiger Katalane aus Barcelona, kam vor sieben Jahren zu Besuch nach Belgrad. Damals spürte er als Fotograf und Kunstliebhaber eine neue Energie und fand, es wäre der richtige Zeitpunkt, hier Ausstellungen für junge Fotografen zu organisieren. Zuerst zwischen Barcelona und Belgrad pendelnd, ließ er sich 2013 in Belgrad nieder und eröffnete 2014 seine Galerie „Бартселона“ (Barcelona) im Belgrader Design-Distrikt. Inzwischen hat er in seiner Galerie 70 Ausstellungen mit ansässigen und internationalen Fotografen gezeigt. Nach einer Reise nach Paris zur “Paris Photo”-Messe kam David mit der Überzeugung nach Belgrad zurück, dass es “so etwas Ähnliches” auch in seiner Wahlheimat geben sollte. Erstaunlich, wie rasant sich Idee und Konzept eines Monats der Fotografie etablieren sollte. “Noch fehlen die großen Museen und Institutionen der Stadt, die als Partner am Programm teilhaben”, sagt er. Dennoch ist der “Belgrade Photo Month” mit 50 Ausstellungen an 40 verschiedenen Orten ein mittlerweile nicht mehr wegzudenkendes Kulturereignis in Serbien, das viele internationale Besucher in die Stadt bringt.

Entsprechend waren die Passagiere des Kleinwagens, neben dessen katalanischem Besitzer, ein Russe, eine Österreicherin, ich eine Deutsche, eine Holländerin und ein Chilene. Wir alle waren angereist, um beim Photo Festival unsere Kunst zu zeigen, um Workshops zu veranstalten und um Künstlergespräche zu führen. In den folgenden Wochen sollten nun ständig Künstler an- und abreisen und es sollten täglich Vernissagen und Veranstaltungen stattfinden.

Für die Fotografin Debbie Schoone aus Holland und den Fotografen Nikita Svertilov aus Russland war es das erste Festival überhaupt. Sie sind zwei von drei Gewinnern des “young talents awards" für Fotografen unter 25 Jahren. Der drittplatzierte Nikita Svertilov recherchierte Anweisungen zur privaten Herstellung von Sexspielzeug. “Custom pleasure” ist seine Uni Abschlussarbeit. In Russland ist Sex im Allgemeinen und Sexspielzeug im Besonderen immer noch ein Tabuthema. Trotzdem versuchen die Menschen, sich mit dieser Angelegenheit experimentell auseinanderzusetzen, indem sie zu Hause ihr eigenes Spielzeug für Erwachsene basteln. Bei seiner Recherche tummelte sich Nikita au Internetforen, studierte Gebrauchsanweisungen wie Sexspielzeug herzustellen ist und kreierte eigene Modelle, die er dann ablichtete. Er möchte die Sexualität der russischen Gegenwart analysieren. Warum gibt es noch selbstgebasteltes Spielzeug? Gibt es Angst vor Stigmatisierung oder erfüllt man sich einfach den Wunsch, einen einzigartigen Dildo zu besitzen?

Die Serie “Custom pleasure” wurde im “UK Stari grad” ausgestellt. Das „UK Stari grad” ist eine der wichtigsten Bezugspunkte der zeitgenössischen Kultur in Belgrad. Das Kulturzentrum bietet jeden Tag Film, Theater und Musik, unterstützt Festivals und regt die lokale Kulturszene an. Es befindet sich in einem 1925 erbauten imposanten Art-Deco Gebäude mit sichtbarem Einfluss der späten Wiener Sezession und des tschechischen Kubismus. Während meines viertägigen Aufenthaltes war ich mehrmals im „UK Stari grad”. Und dort fand am Tag nach der Eröffnung meiner Ausstellung in der Galerie LauferArt auch mein Künstlerinnengespräch “21st Century Woman” statt. Die Galerie LauferArt wiederum ist ein schmucker weißer Kubus in der Nähe der Sava/Donau Mündung. Die Galerie konzentriert sich auf Fotografie und stellt etwa die international bekannten serbischen Fotografen Boogie und Dušan Reljin aus. David Laufer, der Besitzer von LauferArt, unterstützt als Partner den BPM und stellte großzügig seinen Galerieraum für meine Ausstellung „Re-Searching Identity“ zur Verfügung, meine erste Ausstellung auf dem Balkan.

In den 1990er-Jahren habe ich als Fotomodel und damit als Subjekt vor der Kamera gearbeitet. Jahre später habe ich meine Position innerhalb dieser Konstellation radikal verändert. Ich wurde Fotografin und übernahm damit die Kontrolle über die Darstellung des eigenen Ich. Im Laufe der Zeit entstand dadurch eine umfangreiche Selbstporträt-Sammlung. Mit dem Thema Selbstporträt befasse ich mich bis heute, wobei ich immer die Position der Frau als Subjekt im Bezug auf die Kameralinse hinterfrage. Dabei beschäftige ich mich mit den Bildern, die wir als Künstler*innen der Öffentlichkeit präsentieren, und gehe der Frage auf den Grund, ob wir uns auch selbst in diesem Kontext womöglich neu positionieren könnten, indem wir die eigene Identität erforschen.

Wie verhält sich die gegenwärtige Selfie-Kultur zur der Identitäts-Erforschung durch Selbstporträts? Gibt es einen Unterschied zwischen der Art und Weise, wie wir uns selbst in den sozialen Netzwerken präsentieren, und der Art und Weise, wie wir das in den Kunstgalerien tun? Stellen all diese Selfies und Selbstporträts überhaupt noch „uns” dar? Sind das immer noch „wir”? Was ist in unseren Augen vollkommen? Kann man auch dann von Kreativität reden, wenn Fotos nur fürs Internet zum posten und anklicken gemacht werden? Dies sind Fragen die in meiner Ausstellung und auch während meines Künstlerinnengespräches von meiner Gesprächspartnerin, der Kunsthistorikerin Marija Jovanovic aufgeworfen wurden. Jovanovic wollte auch wissen, wer denn nun die Frau des 21igsten Jahrhunderts sei, von der der Titel meine Buches „21st Century Woman“ spricht? Ein Mann, antwortete ich. Denn für mich hat Feminismus nur durch Gemeinschaft eine Zukunft.

Die Kunsthistorikerin Marija Jovanovic ist gleichzeitig Aktivistin und Pädagogin. Sie ist Gründerin und Präsidentin des „Zentrums für soziales Gleichgewicht“ (CESBA), das das allgemeine Bildungsniveau junger Serben durch verschiedene Formen der nichtformalen Bildung verbessern will. CESBA macht Projekte zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Abschaffung aller Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt und diskriminierender Ideologie, die Gewalt fördert. Es will beitragen zur wirtschaftlichen Stärkung durch professionelle und informelle Bildung und zur regionalen Zusammenarbeit von Frauen. Es unterstützt junge Künstlerinnen und Künstler und Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter durch Workshops, Publikationen, Ausstellungen. Es war also kein Zufall, dass Marija Jovanovic mein Künstlergespräch moderierte. Gleichstellung der Geschlechter und das Aufdecken geschlechtsspezifischer Gewalt sind Themen, die nicht genug diskutiert und an die Öffentlichkeit gebracht werden können und auch in meiner Arbeit allgegenwärtig sind.

Marija und ich besuchten anschließend „Vracar“, eine Gegend in der Belgrader Innenstadt. Ich bestaunte die Art-Deco Gebäude, die mich sehr an die Art-Deco Bauweise der ehemaligen französischen Konzession in Shanghai erinnerten, wo ich vor einigen Jahren lebte. Die Straßen sind von Bäumen gesäumt, überall gibt es kleine Cafés und Boutiquen. Die weltweiten Ketten, die uns Kaffee servieren und uns mit dem immer gleichen Essen zu füttern versuchen, sind in Belgrad noch nicht angekommen. Sowohl in der Kunst als auch im Stadtbild wird Individualismus praktiziert. Und, im Vergleich zu anderen Hauptstädten Europas, sind die Mieten noch bezahlbar - das Künstlerinnenherz fragte sich also, ob Belgrad das neue Berlin ist? Dennoch sind Serbinnen und Serben im Moment extrem unzufrieden. Zigtausende demonstrieren jeden Samstag schweigend in der Innenstadt Belgrads gegen die Regierung. Während wir weiter durch die idyllische Nachbarschaft spazierten kamen wir auf der bekannten Krunskastrasse auf die erste serbische Filmemacherin Soja Jovanovic zu sprechen, die nach dem zweiten Weltkrieg viele junge Landsleute mit einem Satz positiv beeinflusste. Sie sagte:

„Nemoguce ne postoji, izgovora nema!
 (Unmöglich gibt es nicht, keine Ausrede!)

Marija schrieb diesen Satz auf ein Blatt Papier. Wir kauften der Blumenfrau an der Ecke eine Lilie ab und dann posierte Marija für mich damit vor einer riesigen Wand an der Straßenkreuzung, auf der in gigantischen Lettern „Борба“ (Kampf) geschrieben stand. Ich hätte mir kein besseres Porträt und Motiv aus Belgrad wünschen können.

Susanne Junker, April 2019

GoSee unbedingt : belgradephotomonth.org

 
Marija Jovanovic photographed by Susanne Junker in Vracar / Belgrade, March 2019.

Marija Jovanovic photographed by Susanne Junker in Vracar / Belgrade, March 2019.

 
Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

SUSANNE JUNKER - Art Deco architecture in Belgrade, stunning!

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia. Susanne is wearing her #femaleartisthashtagsucks t-shirt.

Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia. Susanne is wearing her #femaleartisthashtagsucks t-shirt.

 
SUSANNE JUNKER - belgradephotomonth.org

SUSANNE JUNKER - belgradephotomonth.org

 
SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

 
SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

 
SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

SUSANNE JUNKER ID-Identity project installation view, Laufer Art Galerie Belgrad.

 
David Pujado, Maria Jovanovic, Susanne Junker

David Pujado, Maria Jovanovic, Susanne Junker

 
Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Marija Jovanovic photographed by Susanne Junker in Vracar / Belgrade, March 2019.

Marija Jovanovic photographed by Susanne Junker in Vracar / Belgrade, March 2019.

 
Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity Vernissage at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia. Susanne is wearing her #femaleartisthashtagsucks t-shirt.

Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia. Susanne is wearing her #femaleartisthashtagsucks t-shirt.

 
Marija Jovanovic & Susanne Junker

Marija Jovanovic & Susanne Junker

 
Marija Jovanovic & Susanne Junker

Marija Jovanovic & Susanne Junker

 
Marija Jovanovic & Susanne Junker with David Pujado

Marija Jovanovic & Susanne Junker with David Pujado

 
Marija Jovanovic & Susanne Junker

Marija Jovanovic & Susanne Junker

 
Marija Jovanovic & Susanne Junker

Marija Jovanovic & Susanne Junker

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

Re-Searching Identity by SUSANNE JUNKER. Installation view at Laufer Art Gallery, Belgrade, Serbia.

 
Selfie: 6 photographers in one little car at Belgrade Photo Month

Selfie: 6 photographers in one little car at Belgrade Photo Month

 
David’s car

David’s car

 
Debbie Schoone

Debbie Schoone

 
Belgrade photo month catalogue view

Belgrade photo month catalogue view

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
SUSANNE JUNKER

SUSANNE JUNKER

 
Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Nikita Svertilov - custom pleasure

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Photographer Svertilov Nikita

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UK Stari grad

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