19.10.2017  •  Shop NEWS

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Fotograf Thomas Mocka entführt Euch in die geheimnisvolle Welt der Sumo-Ringer, die Geschichte hinter den Bildern für Euch auf GoSee.Shop

Der Berliner Fotograf Thomas Mocka bietet Euch in seinem GoSeeSHOP aktuell seine Sumo-Arbeiten an. Wir sind auf die interessante Arbeit aufmerksam geworden und waren neugierig welche Geschichte sich hinter den Fotos verbirgt. Hier unser GoSeeQUEST:

Wo wurde die Strecke fotografiert? Während eines Besuches in Japan rief eine japanische Freundin auf meinen Wunsch hin den örtlichen Sumo Dojo an und fragte ob ich dort zum Training vorbeikommen könnte. Ich war zugegebenermaßen etwas nervös. Insgeheim hatte ich gehofft, dass sie mitkommen würde, da ich kein Japanisch spreche. Aber sie musste an dem Tag das tun, was Japaner wohl meistens tun: Arbeiten.

Und warst Du nervös? Als Außenstehender und der japanischen Sprache nicht mächtig machte mich das ein wenig nervös. Japan ist ein Land voller ungeschriebener Verhaltensregeln, die für den Fremden oft nicht ersichtlich sind und ich wollte nicht als der unhöfliche unwissende Ausländer dastehen. Ich ging früh morgens vor der vereinbarten Uhrzeit zum Trainingsraum - und stellte fest dass ich doch zu spät gekommen war. Das Training hatte bereits angefangen.

Wenn Du die Verhaltensregeln ansprichst - was war Dein erster Fehler? Den ersten Fehler machte ich indem ich den Trainingsraum, einen Raum mit einem runden Sandplatz in der Mitte, betreten wollte. Sofort kam einer der jungen Sumokämpfer zu mir und wies mir mit Gesten über einen anderen Eingang einen anderen Platz auf einer Empore zu. Für den Rest des Trainings saß ich dann dort und wurde nicht mehr beachtet. Konnte aber auch fotografieren wie und was ich wollte. Das gefiel mir, die Rolle des unbeachteten Beobachters. Es wurde von den Kämpfern auch nichts inszeniert, nicht posiert. Keiner der Sumoringer sprach wohl Englisch. Aber außer dem Trainer redet auch niemand während des Trainings. Es gab wohl viele ungeschriebene Verhaltensregeln wie man sich im Trainingsraum verhält und eine Hierarchie unter den Ringern. Dinge in die ich aber keinen Einblick hatte.

Was blieb Dir besonders in Erinnerung? Besonders beeindruckten mich die jungen Sumokämpfer. Man merkt ihnen den Willen an dazugehören zu wollen und sich unter Beweis zu stellen. Für sie war das Training an diesem heißen Sommertag wohl besonders hart. Die Bewegung dieser riesigen massigen Körper bei der Hitze. Verschwitzte Gesichter, der Aufprall ihrer Körpermassen auf den Gegner schien zu schmerzen. Die Haut sprang auf, es floss sogar Blut. Einer von Ihnen verlor wohl aus Erschöpfung kurz das Bewusstsein. Stand danach den Tränen nahe dem Trainer gegenüber. Wie ich es wahrnahm gab es errmahnende Worte, vielleicht auch etwas väterliches und eine große Schüssel voller Reis danach. Der junge Kämpfer nahm jedes Wort mit einem demütigen Nicken entgegen.

Training bei den Körpermassen, geht das denn überhaupt?  Im Westen denkt man beim Wort “dick" direkt an unsportlich und plump. Hier änderte sich aber meine Sichtweise. Die Ringer sind erstaunlich beweglich und flexibel. Sie machen bspw. Spagat zum Aufwärmen. Sie bewegen sich mühelos und wie ich finde mit einer gewissen Eleganz.

Und wie müssen wir uns den Trainer der Sumo-Ringer vorstellen? Der Trainer durfte sich über jede Regel hinwegsetzen. Ein gut gelaunter überraschend junger kräftiger Kerl, der laut redete und während des Trainings aß. Er durfte seine Schuhe anbehalten und schien sehr lässig. Und doch schien er alles gleichzeitig im Blick zu haben. Er beurteilte die Technik der Kämpfer in der Sandarena, gab Ihnen Ratschläge bzw. Anweisungen und achtete im selben Moment darauf, dass die anderen Ringer am Rande der Arena ihr Gewichttraining sauber ausführten.

Was war Dein letzter, bleibender Eindruck? Mein letzter Eindruck war der einer gewissen Rührung. Was ich sah und dokumentierte war eine Gemeinschaft. Sumo ist in dem Sinne kein Hobbysport sondern man ordnet sein gesamtes Leben dem Sport unter. Man wohnt tatsächlich in der Gemeinschaft der Ringer. Die älteren Kämpfer unterstützen die jüngeren. So überwog am Ende neben dem Respekt vor der sportlichen Leistung dieser schweren Männer und der martialischen Seite des Sports ein gewissen Gefühl der menschlichen Wärme. Bei aller Strenge der Regeln merkte man die Freundschaft unter den Ringern und die gegenseitige Fürsorge.

Auch war ich dankbar, dass mir als Fremder Einblick gewährt wurde in dieses so spezielle Leben ohne die Erwartung jedweder Gegenleistung - und ohne das mir auch nur eine Frage gestellt wurde wer ich sei.


About - Thomas Mocka ist Fotograf und Filmer und wohnt in Berlin.  GoSee.us/thomasmocka


About - Sumo or sumo wrestling is a competitive full-contact wrestling sport where a rikishi (wrestler) attempts to force another wrestler out of a circular ring (dohyō) or into touching the ground with anything other than the soles of his feet. The characters 相撲 literally mean "striking one another". The sport originated in Japan, the only country where it is practiced professionally. It is generally considered a gendai budō (a modern Japanese martial art), but this definition is misleading, as the sport has a history spanning many centuries. Many ancient traditions have been preserved in sumo, and even today the sport includes many ritual elements, such as the use of salt purification, from Shinto. Life as a wrestler is highly regimented, with rules regulated by the Japan Sumo Association. Most sumo wrestlers are required to live in communal sumo training stables, known in Japanese as heya, where all aspects of their daily lives—from meals to their manner of dress—are dictated by strict tradition.


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