16.04.2007  •  Celebrity NEWS

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Patricia Kaas exklusiv im Moulin Rouge

BOOKLET gewinnt mehr und mehr Freunde. Das freut uns. So ergeben sich auch für uns immer neue Einblicke und Konstellationen. Eine für uns besonders glückliche war die Möglichkeit, eine der berühmtesten und beliebtesten Sängerinnen Frankreichs und Europas, die Halbdeutsche Patricia Kaas (mit französischem Pass wohlgemerkt!) vor ihrer neuen Platte, die im Herbst erscheinen soll, in Paris zu treffen, sie zu interviewen und nicht zuletzt zu fotografieren. Zuständig für die gelungenen Fotos im einzigartigen Moulin Rouge: Andrea Herzog.

Hier ein Einblick in das recht offene und wie wir finden interessante Interview mit Patricia: Come back! Patricia Kaas über Musik, Männer und das obligatorische rote T-Shirt.

Was erwartet uns auf deiner neuen Platte, die für Herbst angekündigt ist? Singst du deutsch, englisch, französisch? Gibt es ein Thema?
O je, o je, die Frage ist noch ein bisschen früh, wir reden erst seit drei, vier Monaten darüber. Es ist für mich ein bisschen schwierig, jetzt schon zu sagen, wir machen eine Platte – ich habe mir Lieder und Lieder und Lieder angehört und nichts hat mir gefallen. Da war direkt so eine Angst um mich herum: Oh, sie ist nicht in der Stimmung! Aber seit vier Wochen geht es besser, ich habe mir über 350 Lieder angehört und habe 8–10 Stück ausgesucht. Die Richtung … Ich würde sagen: Cabaret-Jazz und ein klein bisschen rockig. Das Interessante daran ist, als ich anfing, hat man mich oft in die Cabaret-Ecke gestellt, ich hab über 10 Jahre immer gesagt: Non, ich bin nicht Cabaret! Ich habe auch keine Fotos in der Art gemacht, um das Image nicht noch zu unterstützen. Jetzt, komischerweise seit ich an das neue Album denke, die Lieder, die ich bis jetzt habe: alles Cabaret-Jazz! Der Unterschied zu vorherigen Platten ist, dass ich diesmal nicht will, dass irgendjemand mir sagt, was er über dieses oder jenes Lied denkt. Ich nehme einfach, was mir gefällt, und denke nicht: Was wollen die Leute hören, was ist heute aktuell, was steht mir bestens, ist mir alles egal. Ich nehme, was mir gefällt!

Ein Leben mit deiner Stimme – wie sehr musst du dich um sie kümmern?
Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich mache nicht täglich meine Technikübung. Meine Stimme ist wie ein Muskel. Ich hab Glück: Meine Stimme hält, ich pflege sie überhaupt nicht. Ich rauche nicht, weil ich das nicht mag, aber nicht wegen meiner Stimme. Im Gegenteil: Wenn ich ins Studio komme, sage ich den Leuten immer: Raucht, raucht, raucht! Und dann atme ich den Rauch ein, das macht meine Stimme ein bisschen rau. Wenn meine Stimme so sauber ist, finde ich das ein bisschen langweilig. Ich muss gestehen, ich pflege meine Stimme überhaupt nicht. Das ist aber nichts, was ich empfehlen könnte, es passt einfach zu mir! Wenn ich auf Tour bin, passe ich schon ein bisschen auf: Air Condition, Rauch, nicht zu laut reden, aber sonst nicht.

Du stehst, seit du 11 bist, auf der Bühne. Nie Angst und immer noch Lust?
Wenn ich vor meiner Familie auftrete, habe ich ein bisschen mehr Angst, die sind kritischer, oder ich denke einfach, ich muss ein bisschen besser sein. Und wenn ich erkältet bin, dann denke ich: Hoffentlich hält die Stimme und niemand sagt, sie singt durch die Nase! Und Lust: Wenn ich nur Alben aufnehmen würde, wäre es mir wahrscheinlich zu langweilig. Ich muss auf der Bühne stehen. Deshalb mache ich auch so viele Konzerte, das ist, was mich berührt, nicht nur das Singen, auch das Teilen der Emotionen! Manchmal ist ein schwieriges Publikum interessanter, weil man sich durchkämpfen muss. Bei einem tollen Publikum muss man nur ein Wort sagen und sie schreien schon, das ist wunderschön, aber im anderen Fall ist die Herausforderung größer! Du gehst auf die Bühne und dir fällt ausgerechnet die eine Person mit einem roten T-Shirt auf, und die bewegt sich während des gesamten Konzertes nicht ein einziges Mal. Sie klatscht nicht, steht nicht auf, bewegt sich überhaupt nicht. Dann sagst du dir selber: Hör auf damit, achte auf den Rest, es sind so viele andere Menschen da, aber in deinem Kopf sagt es: Nein, der ist es und der muss jetzt applaudieren – und dann kämpfst du dich fast bis auf den Knien durch den Abend, damit diese Person nur einmal applaudiert!

 
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