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Pavlov's Dog präsentiert das Künstlerbuch 'Unknown Photographers' von Andrés Galeano - eine post-fotografische Recherche und eine Hommage an die anonyme und analoge Fotografie

'Ich interessiere mich für besondere Schnappschüsse die „himmlische Momente“ und archetypische Bilder darstellen. Insbesondere der Himmel steht für mich als Urmetapher für Trans zendenz, d.h. den latenten Wunsch der Fotografie, die Vergänglichkeit des Augenblicks festzuhalten und damit zu transzendieren," so Andrés Galeano

Das Künstlerbuch "Unknown Photographers" von Andrés Galeano ist eine post-fotografische Recherche und eine Hommage an die anonyme und analoge Fotografie. Es basiert auf einer Fotosammlung von analogen Amateur- und Familienfotos, die Galeano seit vielen Jahren auf Berliner Flohmärkten und bei Haushaltsauflösungen sammelt und umfasst derzeit über 15.000 Bilder von unbekannten Fotografen.

„Unknown Photographers“ beschäftigt sich mit dem kollektiven Gedächtnis, recycelt Ikonographisches, untersucht visuelle Assoziationen, montiert ein universelles Fotoalbum, hinterfragt die Autorenschaft, zeigt den Künstler als Sammler, findet das Poetische im Banalen, reflektiert über analoge Fotografie im digitalen Zeitalter und w&u uml;rdigt nicht zuletzt die Amateurfotografie.

Andrés Galeano, (* 1980, Mataró, Spanien), studierte Philosophie an der Universität Barcelona, Fotografie an der FFS Stuttgart und Freie Kunst an der Kunsthochschule Weißensee Berlin. Andrés Galeano lebt und arbeitet in Berlin.
23.01.2019 // show complete article

 
GoSee loves ... 'Exploring Desires' - die collagenhaften, surrealen Portraits mit einem Hauch Drama von Matthieu Bourel als Ausstellung bei PAVLOV'S DOG in Berlin

Die Galerie für zeitgenössische Fotokunst zeigt aktuell Arbeiten des Künstlers Matthieu Bourel, der zerschneidet, kombiniert und fügt zusammen, was zunächst einmal nicht zusammen gehört - ganz in der Tradition der Dadaisten. "Seine bildmächtigen Collagen katapultieren uns in eine Welt, von der wir nicht wissen ob sie eine Reminiszenz an eine Vergangene oder die Prophezeiung einer Zukünftigen ist - es ist allein die Welt des Künstlers. Jenseits von linear erzählten Bildgeschichten schlägt der Künstler so manchen raffinierten Haken und entzieht sich geschickt einer Deutung. Beim Erschaffen seiner eigenen Bildwelten ist es auch der analoge Prozess, der physische Kontakt mit dem Ausgangsmaterial, der für den Künstler wichtig ist," so die Galerie über die Arbeiten.

„Das Wichtigste für mich ist, mir Dinge anzueignen, sie irgendwie besonders zu machen, so dass die Kraft nicht aus der Quelle kommt, sondern aus dem, was ich damit gemacht habe. Das ist das Wichtigste bei allem, was ich tue," so Matthieu Bourel, der seine Arbeit als „data-ism“ bezeichnet. Damit meint er den permanenten Datenfluss, dem wir immerzu ausgesetzt sind. Künstler ermächtigen sich auf Ihre Weise, damit umzugehen: So re-organisiert und umformatiert Bourel seine Bildquellen, erschafft aus dem Bestehendem etwas Neues und erzeugt eine Nostalgie nach einer Zeit, die niemals wirklich existiert hat.

Ausgewählte Arbeiten und Fotos vom Opening zeigen wir hier bei GoSee, im Einsatz sieht man den Künstler anläßlich der Buchveröffentlichung 'The Age of Collage' bei DIE GESTALTEN.

Matthieu Bourel / EK dojo, *Matthieu Bourel / EK dojo * 1976, in Rennes (Frankreich), lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen in Berlin, Hamburg und New York. Seine Arbeiten waren unter anderem in den Bildbänden „The Age of Collage“ und „The Age of Collage Vol. II“ zu sehen. Seit 2014 Illustrationen für Publikationen wie den New Yorker, das ZEITmagazin und die New York Times. Seit 2016 interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Mode Designer Jun Takahashi/Undercover und dem Musik Pionier Carl Craig.

'Exploring Desires' Ausstellung vom 13.7. - 5.8. 2017 (pavlov’s dog, Bergstrasse 19, 10115 Berlin, www.pavlovsdog.org)

12.07.2017 // show complete article